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Therapeutisches Fenster und Dosis
Durch neuere bildgebende Untersuchungsmethoden konnte ermittelt wer- Verein für Psychiatriebetroffene
den, dass eine therapeutisch sinnvolle Blockade der D2/3-Rezeptoren in einem sogenannten „therapeutischen Fenster" von 50-70% erfolgen sollte. Eine Blockade oberhalb der jeweiligen Obergrenze bewirkt keine zusätzli- Newsletter Februar 2015/1
che Symptomreduktion, die Nebenwirkungen nehmen jedoch zu. Manche Nebenwirkungen treten erst jenseits dieser Obergrenze auf. Die Akutdo- sis, um dieses therapeutische Fenster eines Patienten zu erreichen, ist individuell unterschiedlich, aber generell niedrig. Der optimale Dosisbe- reich für die meisten vorbehandelten Patienten liegt zwischen 1,9 bis 6,5 mg Haloperidol-Äquivalenten pro Tag. Der Tabelle können Sie entneh- Neuroleptika minimal – warum und wie
men, wie viel mg eines Medikamentes 1 mg Haloperidol entspricht (An-dreasen) und welche Effektive Dosis (ED95) pro Tag meist ausreicht (Davis Die Anwendung von Neuroleptika ist unter Abwägung von Nutzen
Wirkstoff
1 mg Haloperidol
und Risiko als ungünstig anzusehen und die gegenwärtige Anwen-
dungspraxis zu hinterfragen.
Dapotum®/Lyogen® Liebe Mitglieder Im Dezember 2014 erschien der neuste Bericht von Volkmar Aderhold, Jg. 1954, Dr. med., Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeu- tische Medizin, arbeitet seit 1982 in der Psychiatrie. 1996-2006 Oberarzt 76.0 mg 150-600 mg im Bereich Psychosen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Seit 2006 am Institut für Sozi- 26.5 mg 120-160 mg alpsychiatrie der Universität Greifswald tätig. Wir freuen uns, Ihnen an dieser Stelle einige wichtige Punkte daraus zu Weil sich die Rückbildung von Symptomen (Remission) unter einer ge- präsentieren, empfehlen Ihnen aber, den ganzen Bericht, den Sie als PDF wählten Dosis über 4 Wochen und länger hinziehen kann, wird im klini- auf unserer Website finden, auszudrucken und gründlich zu studieren, schen Alltag die Dosis meist zu früh erhöht und auch dann noch weiter damit Sie bei der Diskussion über Ihre Medikation mit Ihren Ärzten schlag- gesteigert, wenn keine weitere Symptomrückbildung mehr zu erzielen ist. kräftige Argumente zur Hand haben, falls Sie die Ihnen verordneten Neu-roleptika absetzen oder zumindest reduzieren möchten. Bei einer Ersterkrankung sollte während den ersten 4 Wochen max. 1 mg Haloperidol-Äquivalent – besser gar nichts – verabreicht werden, denn Wirkung der Neuroleptika am Dopamin-Rezeptor
40% der Patienten können ohne Neuroleptika behandelt werden. Neuroleptika werden heute auch Antipsychotika genannt, um vorzutäu-schen, sie würden wie die Antibiotika die zugrunde liegende Störung be- Je besser die Qualität der psychosozialen-psychotherapeutischen Be- heben, was falsch ist, denn sie haben keine heilende Wirkung. Sie haben handlung ist, desto geringere Dosierungen sind notwendig, resp. je höher lediglich und nur so lange, wie Sie sie einnehmen, eine blockierende Wir- die Dosierung, desto kläglicher die Behandlungsqualität einer Klinik. kung auf den postsynaptischen Anteil des speziellen Dopamin-Rezeptor- Je länger eine Behandlung mit Neuroleptika dauert, desto schlechter de- ren Wirkung; mit der Zeit können sie sogar die Symptome verstärken. Neuroleptika der 1. (Typika) und 2. (Atypika) Generation
• Sexuelle Störungen, z.B. Impotenz, Unfruchtbarkeit Die Überbewertung der Neuroleptika der 2. Generation entstand vor allem • Verstärkte Positiv-Symptomatik durch verzerrende Studiendesigns, selektives Publizieren der Ergebnisse • Verschlechterung der Neurokognition (=Aufmerksamkeit, Erinnerung, und vollständig unpublizierte Studien. Die Psychiatrie ist zum abhängigen, verbales Lernen, Kreativität, Arbeitsgedächtnis, Abstraktionsfähigkeit, betrogenen und betrügenden „Paradies der Pharmaindustrie" geworden. Die Korrektur dieser bis hin zur Korruption reichenden Abhängigkeit dauert rung, Vorstellungskraft, Argumentation, Selbstbeobachtung, Wille) • Vermehrter Abbau der grauen und weissen Substanz, besonders des Frontalhirns, was seit 1998 bekannt ist! Überdosierung und Polypharmazie
Obwohl Dosiserhöhungen oft nicht mehr sinnvoll sind, werden Patienten Weitere Nebenwirkungen und Schädigungen durch Neuroleptika
im klinischen Alltag häufig wegen anhaltender Symptome mit überhöhten Schläfrigkeit, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Herzrasen, Verstopfung, Dosierungen und/oder einer Kombination aus mehreren Neuroleptika Harnverhalt, Delir, Blutdruckabfall oder -anstieg, Schwindel, verstopfte (Polypharmazie) behandelt. Der Nachweis für die Wirksamkeit und Si- Nase, Unruhe, Ängstlichkeit, Wärmeregulationsstörungen, Negativsymp- cherheit der Anwendung mehrerer Neuroleptika ist beschränkt und das tome, Appetitzunahme, Hemmung der Blutgerinnung, Kopfschmerzen, Risiko für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Medikati- onsfehler erhöht. Im Allgemeinen sollte die Verwendung von zwei oder mehr Neuroleptika vermieden werden, ausser in Fällen nach drei fehlge- Die Dauer der unbehandelten Psychose hat keinen Einfluss auf die Aus- schlagenen Versuchen mit einer Monotherapie, einschliesslich eines prägung der neurokognitiven Einschränkungen, so dass die unterstellten misslungenen Behandlungsversuchs mit Clozapin. Einen wissenschaftli- neurotoxischen Effekte akuter Psychosen sich hier nicht bestätigen. chen Wirksamkeitsnachweis für den Einsatz von zwei oder mehr Neuro- Einschränkungen des subjektiven Erlebens: Selbstzweifel, Empfindung leptika gibt es nicht. Es ist zu vermuten, dass die meisten Patienten nicht eine andere Person zu sein, Entscheidungsschwierigkeiten, Depressivität, darüber aufgeklärt werden, dass dieses Vorgehen keine wissenschaftliche kognitive und emotionale Abstumpfung, verarmte Phantasie, schlechte Evidenz besitzt. Verarbeitung externaler Stimuli, Schwierigkeiten, Probleme zu visualisie- Je höher dosiert und je mehr verschiedene Neuroleptika oder andere Sub- ren, sozialer Rückzug. Da auch Personen ohne psychotische Störungen stanzen wie Antidepressiva, Lithium, Antibiotika, Antiarrhythmika und Anti- unter Neuroleptika so empfinden, handelt es sich nicht um krankheitsbe- histaminika gleichzeitig verabreicht werden, desto mehr Nebenwirkungen sind zu erwarten: Menschen mit psychiatrischen Diagnosen haben eine bis zu 30 Jah-
• Metabolisches Syndrom ren geringere Lebenserwartung und zwar nicht wegen Suizid, son-
o abdominelle Fettverteilung, bestimmt durch einen Bauchumfang von über dern wegen koronarer Herzerkrankungen infolge überdosierter
102 cm bei Männern oder über 88 cm bei Frauen Medikation („overshooting").
o Nüchternblutzuckerwerte von > 100 mg/dl (> 5,6 mmol/l) oder diagnosti- zierter Diabetes mellitus o Fettstoffwechselstörung: erhöhte Triglyceride > 150 mg/dl (> 1,7 mmol/l) oder bereits eingeleitete Therapie zur Senkung der Triglyceride und nied- riges HDL-Cholesterol: < 40 mg/dl (< 1,05 mmol/l) bei Männern und < 50 IBAN: CH92 0900 0000 6040 6084 9 mg/dl (< 1,25 mmol/l) bei Frauen oder bereits eingeleitete Therapie zur Erhöhung des HDL Website:
o Bluthochdruck (ab > 130 mmHg systolisch und > 85 mmHg diastolisch) oder bereits behandelte Hypertonie • Bewegungsstörungen • QTc-Zeit-Verlängerung mit erhöhtem Risiko für plötzlichen Herztod Für Spenden und Gönnerbeiträge bedanken wir uns im Voraus herzlich!

Source: http://zopph.ch/Newsletter%20Februar%202015%20Website.pdf

Premature atherosclerosis in pediatric systemic lupus erythematosus: risk factors for increased carotid intima-media thickness in the atherosclerosis prevention in pediatric lupus erythematosus cohort

ARTHRITIS & RHEUMATISM Vol. 60, No. 5, May 2009, pp 1496–1507 DOI 10.1002/art.24469 © 2009, American College of Rheumatology Premature Atherosclerosis in Pediatric Systemic Lupus Erythematosus Risk Factors for Increased Carotid Intima-Media Thickness in the Atherosclerosis Prevention in Pediatric Lupus Erythematosus Cohort Laura E. Schanberg,1 Christy Sandborg,2 Huiman X. Barnhart,1 Stacy P. Ardoin,1 Eric Yow,1

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NOVEL RETINOID ESTER IN COMBINATION WITH SALICYLIC ACID FOR THE TREATMENT OF ACNE PRIMARY AUTHOR: Zoe Draelos MD CO-AUTHORS: Joseph Lewis BS; Laura McHugh MS; Arthur Pellegrino BS; Lavinia Popescu MS, MBA combining the RC induced normalization of cellular differentiation, AHA induced exfoliation in hydrophilic Retinoids (RC), alpha hydroxy acids (AHA), and salicylic acid (SA) have therapeutic benefit in acne treatment