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Jahresabschluss der Beate Uhse Aktiengesel schaft Geschäftsjahr 2015 Lagebericht 2015 der Beate Uhse AG
Geschäftstätigkeit
Im Jahr 1946 startete Beate Uhse als Pionierin der Erotikbranche von Flensburg aus ihre
Aufklärungskampagne und baute ihr Unternehmen in den folgenden Jahrzenten stetig aus. 1981
folgte die Gründung der Beate Uhse Aktiengesel schaft, die 1999 an die Börse ging. Als
Holdinggesel schaft steuert sie die Vertriebswege E-Commerce, Einzelhandel, Entertainment und
Großhandel in sieben Ländern Europas mit insgesamt 42 Gesellschaften. Im B2C-Vertrieb werden die
regionalen Märkte über die Vertriebsmarken Beate Uhse (Deutschland, Österreich), Pabo
(Niederlande, Belgien, England, Tschechien), Christine Le Duc (Niederlande) und Adam & Eve
(Frankreich) bearbeitet. Im Großhandel beliefert die Scala-Gruppe Kunden in über 50 Länder weltweit.
Damit zählt Beate Uhse als eine der bekanntesten Marken Deutschlands zu den führenden Anbietern
der Erotikbranche und deckt als einer der wenigen Anbieter der Branche sämtliche Vertriebsbereiche
ab. Beate Uhse steht vor al em für Lebensfreude, Souveränität und Sinnlichkeit und bietet Lingerie
und Love-Toys, um das Liebesleben aufregender und sinnlicher zu gestalten.
Neben dem von Flensburg nach Hamburg verlegten Firmensitz gehören insbesondere Almere (B2B)
und Walsoorden (B2C) mit den dortigen Logistikzentren zu den wesentlichen Standorten des
Konzerns.
Im Interesse des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Neben einem
regelmäßigen und offenen Dialog zwischen den Mitgliedern beider Gremien ist die gemeinsame Arbeit
des Vorstandsvorsitzenden und des Vorsitzenden des Aufsichtsrats durch ein hohes Maß an
Vertrauen gekennzeichnet. Während der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah über wichtige
Entwicklungen informiert, nimmt der Aufsichtsrat seine Beratungs- und Überwachungsfunktion aktiv
wahr.
Im Fokus der Konzernführung durch den Vorstand steht die nachhaltige Entwicklung der Beate Uhse-
Gruppe. Die Steuerung des Konzerns erfolgt über konzernübergreifend strukturierte
Funktionsbereiche, wie zum Beispiel das Category Management, Marketing, Human Resources,
Finanzwesen, Investor Relations, Recht und IT. Zur Stärkung der Vertriebsbereiche wird das
zentralisierte Marketing in den Kernmärkten durch das Länder-Management unterstützt, das gezielt
auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden in den regionalen Märkten eingeht und konkret auf die
dortigen Marktentwicklungen reagieren kann. In der Führung und Steuerung des Konzerns wird der
Vorstand von den Leitern der Funktionsbereiche, den Geschäftsführern der Vertriebsbereiche und
dem Ländermanagement unterstützt. Mit dieser Organisationsstruktur ist es möglich, das
Unternehmen effizient und zielgerichtet zu führen, aktiv und zeitnah auf neue Gegebenheiten zu
reagieren sowie die konzernübergreifende Cross-Channel-Strategie nachhaltig umzusetzen.


Beate Uhse Vertriebswege

E-Commerce
Über unseren Online-Vertrieb bieten wir unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit jederzeit,
schnel und unkompliziert einzukaufen. Vom Online-Shop inspiriert, können die Kundinnen abends
al ein oder mit ihrem Partner auf der Couch sitzen, sich in al er Ruhe über Produkte und neueste
Trends informieren und sieben Tage die Woche 24 Stunden bestel en. Mehrere Millionen Kundinnen
und Kunden vertrauen Beate Uhse – der Marke für erotischen Lifestyle. Mit einer Vielzahl attraktiver
Produkte aus den Bereichen Dessous, Love Toys, Fashion, Wellness und Entertainment bieten wir
unseren Kundinnen und Kunden eine große Auswahl an allem, was das Herz begehrt.
Mit einem sicheren Gespür für Trends stellt das Design-, Brand- und Product-Management des E-
Commerce mehrere Kol ektionen im Jahr (al e 9 Wochen) zusammen, insbesondere mit Produkten
unserer starken Eigenmarken wie Besired, KISS ME, Mae B oder der eigenen Beate Uhse-Linie.
Einzelhandel
Im Einzelhandel präsentiert sich Beate Uhse mit eigenen Filialen, in denen sich die Kundinnen und
Kunden inspirieren lassen, serviceorientiert beraten werden und eine moderne, lifestylige Einkaufswelt
erleben. Unsere Stores sind das sichtbare Aushängeschild der Marke Beate Uhse und befinden sich
inzwischen immer häufiger in City-Lagen, Einkaufszentren und den beliebten Einkaufspassagen der
Städte. Durch die zentrale Lage und Boutique-Optik der Stores sowie die hochwertige Produkt-
Präsentation nehmen Spontankäufe von Frauen und Paaren weiter zu. Damit trägt der Einzelhandel
entscheidend zur Wahrnehmung der Marke bei und stärkt zugleich unsere Absatzchancen im Online-
Handel.
Großhandel
Im Bereich B2B ist Beate Uhse mit der Scala-Gruppe aktiv, die weltweit B2B-Kunden beliefert und zu
den führenden Erotikgroßhändlern in Europa zählt. Das in Almere bei Amsterdam gelegene
Großhandelszentrum ist der Logistikdienstleister und die Einkaufszentrale für unsere B2C-Kanäle E-
Commerce und Einzelhandel sowie für unsere externen Kunden weltweit. Im Rahmen eines aktiven
Trendscoutings sucht ein etabliertes Buying-Team nach innovativen Produktentwicklungen in der
ganzen Welt und sorgt damit dafür, dass unser Warenangebot im B2B- und B2C-Bereich
kontinuierlich auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt wird. Neben Marktneuheiten bietet das
Produktportfolio attraktive Eigenmarken, zu denen unter anderen Toy Joy, Mae B, Avanza und
Besired zählen.

Entertainment
Mit dem Entertainment bietet Beate Uhse seinen Kunden Unterhaltung via Internet und Telefonie für
Festnetz und mobile Endgeräte. Per Webcam-Shows, Downloads und Video-on-Demand-Services
bieten wir unseren Kunden über die Männermarke PLEASURE.XXX eine Vielfalt an erotischen
Inhalten. Mit einer klaren Produktpositionierung und qualitativ hochwertigen Inhalten präsentieren wir
unseren Kunden ein wertiges Programm der erotischen Unterhaltung, das sich von den kostenfrei
erhältlichen Inhalten des Webs deutlich abhebt. Neben dem Angebot im Internet und für die mobilen
Endgeräte, bedient Beate Uhse ebenfalls die Nachfrage nach SmartTV mit eigenen Produkten.
Ziele und Strategien
Beate Uhse mit ihren Ländermarken PABO, Christine Le Duc und Adam & Eve gehört heute
europaweit zu den führenden Anbietern von Erotikartikeln und soll auch zukünftig eine marktführende
Position einnehmen.
Dabei steht der übergeordnete Cross-Channel-Ansatz, in dem die Marketingbedürfnisse der jeweiligen
Vertriebskanäle intelligent miteinander verzahnt, integriert und kombiniert werden, klar im Fokus.
Um rentabel und nachhaltig zu wachsen, richten wir uns in erster Linie auf den Megatrend und
Wachstumstreiber E-Commerce aus. Wir haben Beate Uhse und unsere Ländermarken neu
positioniert und die Marken deutlich auf die Bedürfnisse von Singles und Paaren ausgerichtet. Die
Personalisierung unseres Contents auf Online-Shop- und Onlinemarketingebene haben wir in 2015
umgesetzt. Um künftig noch stärker auf die Wünsche und Vorlieben jedes einzelnen Kunden eingehen
zu können, werden wir die Marke Beate Uhse und unsere Ländermarken weiter schärfen und die
User- und Shopping-Experience ausbauen. Unsere Erlebniswelten werden in al en Vertriebskanälen
und auf Sortimentsebene auf die zukunftsträchtigen Zielgruppen abgestimmt, um deren Bedürfnisse
bestmöglich zu erfüllen.
Die Beate Uhse AG hat eine klare und eindeutig definierte Vision: Wir wol en mittelfristig das Nummer
Eins-Unternehmen für erotischen Lifestyle und Sexual Wel being in Europa werden.
Die aus dieser Vision abgeleitete Unternehmensstrategie basiert auf sechs wesentlichen
Ansatzpunkten und Leistungsindikatoren, um profitables Wachstum sicherzustel en. Der Ausbau der
operativen Stärke des Konzerns, insbesondere in Bezug auf das Management der Lieferkette, den
Produktentwicklungsprozess und die IT- und Logistik-Infrastruktur, wird die Umsetzung der
verschiedenen Wachstumsinitiativen wesentlich unterstützen.
1) Wachstumstreiber E-Commerce
Der Bereich E-Commerce ist der Wachstumstreiber für die künftige Entwicklung von Beate Uhse.
Daher konzentrieren wir uns auf den weiteren Ausbau dieses erfolgreichen Vertriebswegs. Mit der
Fokussierung auf den Bereich E-Commerce haben wir das klassische Kataloggeschäft im laufenden
Geschäftsjahr eingestellt. Die daraus frei werdenden Mittel werden zukünftig in Marketing- und
Vertriebsmaßnahmen zur Stärkung des Onlinehandels eingesetzt. So wird beispielsweise der Online-
Shop mit personalisierten Produktangeboten weiter optimiert. Für 2016 planen wir die Erweiterung um
Funktionen im digitalen und mobilen Handel für mehr Inspiration und mehr Relevanz in der
Produktauswahl sowie die Weiterentwicklung der existierenden Mobile-App für Smartphones und
Tablets, die das Einkaufserlebnis noch angenehmer gestalten und unseren Kundinnen und Kunden
weitere Anreize bieten soll. Die sozialen Medien stel en dabei ein besonders interessantes Marketing-
Instrument zur Vermarktung unserer Produkte dar. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir damit
begonnen, unsere Aktivitäten im Bereich Social Media auf Länderebene zu individualisieren und um
neue soziale Plattformen wie Instagram zu erweitern. Für 2016 ist unter anderem die Bewerbung der
sozialen Kanäle facebook und Instagram geplant. Der Ausbau von Cross-Channel-Angeboten wird
das Wachstum online und offline treiben.
2) Öffnung der Marke Beate Uhse
Das Wettbewerbsumfeld hat sich deutlich erweitert, kommunikativ aufgeholt und hat zu einem
gesteigerten Wettbewerbsdruck für Beate Uhse und die Ländermarken gesorgt. Gleichzeitig hat sich
die Gesellschaft der Erotikbranche gegenüber weiter geöffnet und die sexuel e Enttabuisierung nimmt
stetig zu. Dieser Öffnung und der öffentlich gelebten Relevanz des Marktes tragen wir Rechnung und
entwickeln die Marke Beate Uhse noch stärker von einer Erotikmarke zu einer Marke für erotischen
Lifestyle und Sexual Wel being weiter. Dabei sind Singles und Paare unsere zukunftsträchtige
Zielgruppe, an der wir uns in unserer Kommunikation zukünftig konsequent ausrichten. Die Kernmarke
Beate Uhse sol durch produkt-, distributions- und kommunikationsbezogene Maßnahmen weiter
geöffnet werden. Die durch Erotikexpertise begründete Markenstärke sol in den Kernbereichen
Dessous, Love-Toys, Drugstore und Wel nessartikeln stärker als bislang ausgeschöpft werden.

3) Individualisierung auf Länderebene
Think global, act local. Um die lokalen und nationalen Bedürfnisse unserer Zielgruppen noch gezielter
bedienen und auf die jeweiligen Marktentwicklungen schnel reagieren zu können, werden wir die
Marketing- und Kommunikationsaktivitäten in den klassischen und neuen, digitalen Medien künftig
noch weiter auf die individuel e Bespielung unserer Ländermärkte konzentrieren.

4) Erlebnisorientierte Stores
Beate Uhse hat sein Geschäftsmodel in den vergangenen Jahren umfassend an den Erfordernissen
des eigenen Online- und stationären Handels ausgerichtet. Der Konzern nutzt mit dem Ausbau dieses
Vertriebskanals die Möglichkeit, seine Marken und Kol ektionen bestmöglich zu präsentieren und zu
vertreiben. Durch Cross-Channel-Angebote fokussieren wir uns weiter auf die aktuel en Erwartungen
unserer Kundinnen und Kunden nach einem kanalübergreifend, nahtlosen Einkaufs- und
Markenerlebnis. Der Konzern sieht gute Möglichkeiten, seine europaweite Marktdurchdringung durch
die Eröffnung neuer Stores zu steigern. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf den Ausbau des
Portfolios in Metropolregionen liegen. 2015 hat das Unternehmen unrentable und nicht
zukunftsträchtige Filialen geschlossen, um sich noch stärker auf die umsatzstarken und attraktiven
Filialstandorte konzentrieren zu können. Für 2016 planen wir, das Filialnetz weiter auf Singles und
Paare auszurichten. Um diese Ausrichtung zu untermauern, werden wir im vierten Quartal 2016 einen
neuen Flagshipstore in Berlin öffnen.
Daneben werden wir 2016 die Kundenbindung über ein neues EHP-gestütztes Customer-Loyalty-
Programm stärken, das den Online- mit dem stationären Handel noch enger miteinander verbindet.
Neben der Kundennähe werden wir mit qualitativ hochwertigen und trendaffinen Produkten sowie
einem ausgeprägten Servicebewusstsein unsere Kunden zufriedenstellen.

5) Wachstum durch gelungene Restrukturierung
Zum Jahresende 2015 haben wir unser Management reorganisiert. Die neue Unternehmensstruktur
besteht aus den zwei Kern-Funktionsbereichen Marketing/Sales und E-Commerce. So wird dem
Wachstumsbereich E-Commerce die notwendige Bedeutung beigemessen. Diesem Bereich unterstellt
sind
Performancebereiche Suchmaschinenmarketing Suchmaschinenoptimierung (SEO), Affiliate, E-Mail-Marketing, CRM-Marketing, Online-Marketing,
Marketplaces und Business Intelligence. Dem Bereich Marketing/Sales sind drei einzelne
Sortimentswelten bestehend aus Dessous, Love-Toys und Fashion zugeordnet, die jeweils durch ein
innovatives und auf die Marktbedürfnisse ausgerichtetes Design, Brand- und Product-Management
geleitet werden.

6) Ausbau der Eigenmarken
2015 haben wir unser Produktangebot weiter ausgebaut und das Sortiment, mit besonderem Fokus
auf unsere Eigenmarken, um hochwertige Produkte aus den Bereichen Dessous, Fashion, Love-Toys,
Drogerie und Beauty & Wel ness erweitert. 2016 planen wir eine weitere Konzentration auf unsere
erfolgreichen Eigenmarken. Die Erweiterung der Beate Uhse-Produktwelten, mit der Fokussierung auf
unsere sehr starken und uniquen Eigenmarken im Bereich Lingerie und Love Toys sol en unseren
Bestands- und Neukunden ein umfangreiches und hochwertiges Produktangebot bieten.
Ausbau der Kundenbeziehungen im Großhandel
Auf Basis seiner seit Jahrzehnten etablierten Kundenbeziehungen im Erotikbusiness und seiner
europaweiten Markenstärke ist die Scala-Gruppe, der Großhandel des Unternehmens Beate Uhse,
zuversichtlich, seinen Großhandelspartnern als Ful -Service-Anbieter auch zukünftig ein
überzeugendes Produktportfolio durch den Ausbau und die Weiterentwicklung der Eigenmarken,
branchenführende Serviceniveaus und eine hohe Liefertreue bieten zu können und damit Marktanteile
hinzuzugewinnen. Außerdem baut der Konzern sein Geschäft mit spezialisierten Onlinehändlern
selektiv und mit einem Anspruch an die Qualität der Markenpräsentation aus, um Reichweitenvorteile
und den Zugang zu neuen Konsumentengruppen auszunutzen.

Hochwertiger Content im Entertainment
Im Entertainment-Bereich setzen wir weiterhin verstärkt auf hochwertigen Content, der sich von den
kostenlos im Web verfügbaren Angeboten abhebt. Wir werden hier unser Engagement weiter
ausbauen, um exklusive Inhalte sowohl B2C als auch B2B über al e Kanäle und Plattformen anbieten
zu können. Dabei setzen wir auf bewährte sowie neue Technologien und binden innovative
Dienstleistungspartner mit Branchenexpertise ein.

Steuerungssystem
Im Beate Uhse-Konzern und in den jeweiligen Segmenten werden Kennzahlen der Gewinn- und
Verlustrechnung zur Steuerung des Konzerns genutzt.
Bei den Kennzahlen stehen für den Konzern im Wesentlichen die Umsatzerlöse im Fokus, die sich
insbesondere
Lizenzerlösen zusammensetzen. Von besonderer Bedeutung für die Steuerung des Konzerns und auch der Beate Uhse AG ist daneben das EBIT. Die Entwicklung der oben genannten Kennziffern wird regelmäßig vom Vorstand überwacht und mit den geplanten Zielen abgeglichen. Aus der Abweichungsanalyse werden Maßnahmen definiert, um den Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Forschung und Entwicklung
Entsprechend der Geschäftstätigkeit von Beate Uhse unterhält der Konzern keine intensiven
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, sodass das Unternehmen grundsätzlich nur in geringem
Umfang über seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten berichten kann.
Beate Uhse setzt weiter verstärkt auf die Vermarktung der Eigenmarken und hat die Vermarktung der
Eigenmarken in den zurückliegenden Geschäftsjahren stetig ausgebaut. Mit unseren Eigenmarken
möchten wir zum einen unser Geschäft im Großhandel unterstützen bzw. weiter ausbauen und zum
anderen wol en wir uns durch Exklusivität Wettbewerbsvorteile bei den Endkundenkanälen sichern.
Unser Sortiment ist darauf ausgelegt, dass ein ausgewählter Teil unserer Produkte nur über unsere
B2C-Kanäle verkauft wird und damit ausschließlich bei Beate Uhse erhältlich ist. Entsprechend ist es
von besonderer Bedeutung, dass wir Neuentwicklungen sowie die Weiterentwicklung unserer
Eigenmarken kontinuierlich vorantreiben. Im Hinblick darauf verfolgt Beate Uhse zwei Ansätze –
Trends und Qualität – für unsere Toy- und Lingerie-Produkte. Für unsere Lingerie ist das
Produktmanagement immer auf der Suche nach aktuel en bzw. zukünftigen Fashion-Trends und stellt
Überlegungen an, wie man diese in neuen Dessous umsetzen könnte. Genauso werden Markt-Trends
bei den Toys, wie beispielsweise neue Materialien, Soft-Touch-Funktionen und die Verwendung von
Akkus statt Batterien, verfolgt, um hierauf frühzeitig zu reagieren und diese umsetzen zu können. Des
Weiteren wird in den externen Produktionsstätten kontinuierlich an der weiteren Optimierung unserer
Qualität bei den Toys wie auch bei der Lingerie gearbeitet.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen1
Die Wirtschaft der Eurozone konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 trotz der vorherrschenden
wirtschafts- und geopolitischen Unsicherheiten eine weitere Erholung verzeichnen. Ausschlaggebend
für die wirtschaftliche Belebung war insbesondere die nochmals gelockerte Geldpolitik der
Europäischen Zentralbank. Mit ihren vielseitigen Maßnahmen seit Frühjahr 2014 gingen eine starke
Abwertung des Euro und eine Verbesserung der Finanzierungsbedingungen einher. Die Experten des
Sachverständigenrats der Bundesregierung sehen darin einen hohen Wachstumsbeitrag zum Anstieg
des Bruttoinlandsprodukts. Auch der starke Verfal des Ölpreises habe zu einem spürbaren Anstieg
des privaten Verbrauchs in der Euro-Zone beigetragen. Zudem hätten die meisten Mitgliedstaaten der
1 Quellen: ifo-GfK-Konsumreport, Dezember 2015; Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrats; www.gfk.de; Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK); Belgische Nationalbank Eurozone ihre Konsolidierungsmaßnahmen eingestel t, weil es nahezu keine restriktiven Impulse
seitens der Fiskalpolitik gab. Insgesamt attestieren die Sachverständigen eine enttäuschende
Wirtschaftsentwicklung, da den bestehenden Risiken (hohe Arbeitslosigkeit in Südeuropa, hoher
Schuldenstand, nur geringer Preisdruck) noch nicht ausreichend entgegengewirkt wurde. Die
Verfasser der Studie erwarten für den Euro-Raum einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in 2015 von
1,6 %.
Bei der Betrachtung der wichtigsten Absatzmärkte der Beate Uhse Aktiengesel schaft liegen die
Länder Deutschland, Niederlande, Belgien und Frankreich ebenfalls al e im positiven
Wachstumsbereich.
Für Deutschland rechnen die Experten des Sachverständigenrats mit einem Zuwachs der
Wirtschaftsleistung von 1,7 % für das Jahr 2015. Die niedrige Arbeitslosigkeit und ein damit
einhergehender hoher privater Konsum stützen das Wachstum. Insbesondere die private
Verbraucherstimmung konnte zum Jahresende 2015 nach Angaben des GfK-Konsumklimas nochmals
zulegen.
Für die Niederlande wird für 2015 sogar ein Wachstum von 2,0 % erwartet. Grund dafür sind die
zunehmenden Exporte, das Anziehen der Inlandskonjunktur und die betrieblichen Investitionen. Der
Export gilt laut Angaben der deutsch-niederländischen Handelskammer als zuverlässigste
Konjunkturstütze und profitiert vom anziehenden Welthandel. Zudem wird mit einem Anstieg des
privaten Konsums und einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet.
Auch in Belgien sorgte das Exportgeschäft für eine Belebung der Wirtschaft. Die Analysten der
Belgischen Nationalbank rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in 2015 von 1,3 %.
Problematisch ist in Belgien die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit von 8,7 %, die jedoch mit Hilfe
eines Wirtschaftsprogramms verringert werden soll.
In Frankreich wirkt die hohe Arbeitslosigkeit von über 10 % ebenfal s wachstumshemmend. Eine
Wende der seit drei Jahren stagnierenden hohen Quote ist derzeit nicht abzusehen. Die
Wirtschaftskraft könnte daher noch stärker ansteigen, wenn sich die Arbeitsmarktdaten verbessern
würden. Für 2015 entnimmt man den Prognosen des Sachverständigenrates der Bundesregierung ein
Wirtschaftswachstum für 2015 von 1,1 %.
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 2015 gegenüber 2014 in %
Land
Euroraum (18 Länder) Quelle: Eurostat * = Prognose des Sachverständigenrats Die Entwicklung der Erotikbranche hat nur eine verhältnismäßig geringe Abhängigkeit von der al gemeinen Konjunkturentwicklung. Grundsätzlich sind gute Konjunkturdaten, eine niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Real öhne auch positiv für die Erotikbranche. Als ein Bereich des B2C-Handels unterliegt auch unsere Branche saisonalen Schwankungen mit besonderer Bedeutung des Weihnachtsquartals. Der größte Wachstumsfaktor mit großem Einfluss auf die Entwicklung der Branche und des Konzerns ist nach wie vor der Trend zum Online-Shopping. Gerade für jüngere Zielgruppen ist die Art des Einkaufens im Internet, bei dem Produkte 24 Stunden am Tag, unabhängig von Öffnungszeiten sowie anonym bestellt werden können, sehr gut geeignet. Die Erotikbranche ist einem andauernden Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck ausgesetzt. Neben anderen Online-Anbietern und Kaufhäusern drängen auch Drogeriemärkte mit eigenen Produkten in den Markt, der sich stetig weiter öffnet und sich verstärkt auf die weibliche Zielgruppe fokussiert. Die Branche sieht sich einer intensiven Wandlung ausgesetzt, da nicht mehr Männer, sondern insbesondere Frauen und Paare als Kernzielgruppen der Branche gelten. Frauen treffen die Entscheidung, ihre Bedürfnisse zu erfül en und wagen sich mit Neugier an die zielgruppenspezifischen Produkte. Diese Veränderung nutzen auch unsere Mitbewerber insbesondere im E-Commerce Vertrieb immer stärker aus, verändern ihren Markenauftritt und passen sich damit den aktuellen Bedürfnissen an. Zudem hat sich das Umfeld der Branche verändert. So nutzen die Anbieter der Erotikbranche zunehmend die TV-Werbung zur Kundenansprache. Dass diese Werbespots tagsüber gezeigt werden, unterstreicht, dass die Branche ihr altes Image hinter sich gelassen hat und verdeutlicht die breite Akzeptanz dieser Themen in der Gesel schaft. Entsprechend hat sich auch das Produktportfolio weiterentwickelt und ist nun konsequent auf die neue Kernzielgruppe ausgerichtet. Auch das Shoppingerlebnis passt sich den neueren Gegebenheiten an: Die Läden sind heller und freundlicher gestaltet und bieten damit eine angenehme Shopping-Atmosphäre. Die Konzentration auf den Lifestyle und die Marke macht den Einkauf zum Erlebnis, genau das, was Frauen und Paare erwarten. Dieses Markenerlebnis – in unseren Shops sowie online – macht die Marke Beate Uhse zur Love Brand. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 haben wir weiterhin an der nachhaltigen Etablierung von Beate
Uhse als Erotik-Lifestylemarke gearbeitet. Wir mussten jedoch feststel en, dass der Imageshift sowie
die Umsetzung der neuen Markenausrichtung im B2C-Bereich mehr Zeit in Anspruch nehmen werden
als zunächst erwartet. Dies führte dazu, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2015 deutlich
hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurückblieb. Zusätzlich belastete die Verschlechterung des
Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar, die erforderlichen Wertberichtigungen auf Firmenwerte,
Sachanlagen und Vorräte sowie die, in Folge des vom Vorstand eingeleiteten Maßnahmenpakets
gebildeten Rückstel ungen, das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2015. Die negative
Entwicklung der einzelnen Tochterunternehmen, die das operative Geschäft betreiben, wirkte sich in
Form von Verlustübernahmen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte
auch auf den Jahresabschluss der Beate Uhse AG aus. Die vom Vorstand beschlossenen
Maßnahmen umfassen die Entscheidung einer konsequenten Ausrichtung des Versandhandels auf
den Online-Vertrieb, die Bereinigung des Filialnetzes auf die Standorte, die gewinnbringend sind und
zur Stärkung unserer B2C-Stragegie beitragen, die deutliche Reduzierung der Kosten in sämtlichen
Bereichen des Konzerns sowie den Abbau der Warenvorräte zur Stärkung der Innenfinanzierung.
Zur weiteren Umsetzung unserer B2C-Strategie haben wir bereits 2015 reagiert und erfolgreich ein
Ländermanagement in Deutschland und Frankreich etabliert, um die länderspezifischen
Marktanforderungen auch in der on- und offline-Kommunikation nachhaltig zu optimieren und künftig
weiter auszubauen.
E-Commerce
2015 haben wir uns im Wesentlichen auf den Wachstumstreiber E-Commerce und seine
leistungsstarken Online-Marketingbereiche fokussiert. Dabei haben wir uns zunächst auf die
Umsetzung unserer länderübergreifenden, nachfrageorientierten Gesamtplanung fokussiert. Im
Vordergrund stand hierbei die konsequente Weiterentwicklung des Rebrandings durch einen
verstärkten TV-Einsatz in unseren Kernmärkten Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und
Belgien. Die Marketingwirkung der im ersten Quartal erfolgreich geschalteten TV-Kampagne konnte
durch Partnerschaften und Kooperationen im Printbereich weiter ausgebaut werden. Hierdurch
konnten wir unsere Präsenz und Sichtbarkeit in allen Ländermärkten deutlich steigern und kurzfristig
Umsatzzuwächse und neue qualitativ hochwertige Kunden gewinnen. Es zeigte sich jedoch, dass
diese Maßnahmen noch nicht nachhaltig wirkten und die Weiterentwicklung des E-Commerce längere
Zeit und weitere Anstrengungen erfordert.
Um die Wirtschaftlichkeit der Online-Marketing-Kanäle (Search und Affiliate) im operativen Geschäft
zu verbessern, wurde eine klar definierte Aufwand-Ertrag-Relation vorgegeben. Bei allen weiteren auf
den Endverbraucher ausgerichteten Aktivitäten, wie die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und CRM-
Initiativen sowie E-Mail-Marketingmaßnahmen, konnten wir unsere Effizienz steigern. Generel wurde
im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 daran gearbeitet, so viele Berührungspunkte mit bestehenden
und potenziellen Neukunden wie möglich zu lancieren und diese langfristig auszubauen und an die
Marke zu binden.
Aus Online-Marketing-Perspektive haben wir zum einen durch segmentierte E-Mailings die
bestehende E-Mail-Basis um Neukunden nachhaltig ausgebaut. Zum anderen konnten wir durch
wiederkehrende E-Mailings (bei z.B. Warenkorb-Abbruch, Geburtstag, Reminder-Funktion etc.) die
Wiederkaufrate steigern. Zusätzlich wurde der Online-Shop mit dem Ziel der Conversion-Optimierung
um zusätzliche Funktionen (z.B. Produkt-Bewertungen) erweitert.
Unsere Produktwelten haben wir zusätzlich auf Market-Places wie Amazon, Bol, La Redoute etc.
ergänzt, um unsere jeweiligen Ländermarken und unser Produktportfolio noch bekannter zu machen.
Darüber hinaus haben wir durch Suchmaschinenoptimierung verstärkt an unserer Sichtbarkeit im Netz
gearbeitet, um nachhaltig mehr Touchpoints zu unserem Produktportfolio sicherzustel en. Außerdem
erfolgte ein konsequenter Ausbau unserer organischen Reichweite innerhalb der bestehenden Social
Media-Kanäle, dadurch konnte wiederum ein verstärktes Engagement innerhalb der Communities
erzielt werden.
Einzelhandel
Im stationären Einzelhandel haben wir es unseren Kundinnen und Kunden europaweit ermöglicht,
mittels vorhandener Tablets instore-Bestellungen direkt vor Ort aufzugeben. Dadurch konnte eine
stärkere Verknüpfung unseres Retail- und Online-Sortiments erzielt und können somit eine deutlich
größere Auswahl an Produkten angeboten werden. Zugleich wird hierdurch ein wesentlich höherer
Zugriff auf unseren Online-Shop erreicht und aktiv auf das attraktive Online-Angebot verwiesen. In
den Niederlanden, Frankreich und Belgien wurde den Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr
zusätzlich die Möglichkeit geboten, sich ihre Online-Shop-Bestellung direkt und per 1-day-delivery in
die Filiale schicken zu lassen.
Großhandel
Im Großhandel haben wir uns 2015 auf die Weiterentwicklung unseres Angebots erfolgreicher
Eigenmarken konzentriert und konnten die bestehenden Label weiter ausbauen und am Markt
platzieren. Daneben wurde auch im Großhandel an der Optimierung der Online-Präsenz und an einer
verbesserten Kundenbetreuung gearbeitet.
Entertainment
Im Entertainment-Bereich haben wir auch 2015 auf die Vermarktung von hochwertigem Content
gesetzt, um dem anhaltenden Wettbewerbsdruck der kostenlosen Angebote im Web zu begegnen.
Gleichzeitig arbeiteten wir an der Weiterentwicklung unserer Vertriebs-Technologie, mit der wir unsere
Angebote ab 2016 besser am Markt platzieren können.
Ertragslage

Die Beate Uhse AG agiert innerhalb des Konzerns als reine Holding. In der Beate Uhse AG wurden
2015 die zentralen Konzern-Funktionen Controlling, Finanzierung, Personal, Recht sowie
Kommunikation erbracht.
Die Beate Uhse AG erzielte 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 0,63 Mio. Euro (Vorjahr: 0,49 Mio. Euro).
Diese resultierten mit 0,50 Mio. Euro aus der Umlage von Betriebskosten im Konzern und in Höhe von
0,13 Mio. Euro aus Lizenzerlösen mit verbundenen Unternehmen. 2014 ergaben sich die
Umsatzerlöse vollständig aus der Umlage von Betriebskosten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 1,32 Mio. Euro (Vorjahr: 2,18 Mio. Euro) und resultierten
insbesondere aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen die Beate
Uhse Fun Center GmbH. Daneben konnten Mieterträge von 0,15 Mio. Euro (Vorjahr: 0,18 Mio. Euro)
erzielt werden. 2014 ergaben sich die sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere aus dem Abgang
der Beteiligung und Verbindlichkeit aus dem Pensionsgeschäft im Zusammenhang mit der
norwegischen Tochtergesel schaft Kondomeriet A.S. in Höhe von 1,66 Mio. Euro. Hintergrund hierfür
war der mit Vertrag vom 22. Dezember 2014 erfolgte, wechselseitige Verzicht auf das der Consipio Holding B.V. bis zum 1. Januar 2017 eingeräumte Recht zum Verkauf der Geschäftsanteile der Kondomeriet A.S. an die Beate Uhse AG und des Rechts zum sofortigen Rückerwerb dieser Geschäftsanteile im Zeitraum bis zum 1. Januar 2017 durch die Beate Uhse AG. Der Personalaufwand in der Beate Uhse AG sank 2015 um 0,82 Mio. Euro auf 0,80 Mio. Euro. Hintergrund hierfür war der Ende 2014 beschlossene und 2015 erfolgte Abbau von Mitarbeitern im Zuge der Optimierung von internen Ablaufprozessen. Im Geschäftsjahr 2015 waren in der Beate Uhse AG durchschnittlich 7 Mitarbeiter (Vorjahr: 21 Mitarbeiter) beschäftigt. Auch zum Ende des Geschäftsjahres 2015 wurde entschieden, die Anzahl der Mitarbeiter zur weiteren Kostenreduzierung zu senken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 3,02 Mio. Euro (Vorjahr: 3,23 Mio. Euro) und setzten sich im Wesentlichen aus Beratungskosten von 0,54 Mio. Euro (Vorjahr: 1,31 Mio. Euro), aus Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,96 Mio. Euro (Vorjahr: 0,50 Mio. Euro) sowie Raumkosten von 0,55 Mio. Euro (Vorjahr: 0,49 Mio. Euro) und übrigen Kosten zusammen. Die Beate Uhse AG vereinnahmte aus Gewinnabführungsverträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,52 Mio. Euro (Vorjahr: 2,11 Mio. Euro). Diese resultierten aus der Gewinnabführung der Beate Uhse new medi@ GmbH in Höhe von 3,52 Mio. Euro (Vorjahr: 0,98 Mio. Euro) und der Versa Distanzhandel GmbH in Höhe von 1,01 Mio. Euro (Vorjahr: 0,93 Mio. €). Aus der Beteiligung an der Beate Uhse Einzelhandels GmbH vereinnahmte die Beate Uhse AG 2015 keine Gewinnabführung (Vorjahr: 0,20 Mio. Euro). Den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen standen Verlustübernahmen für die Lebenslust Retail GmbH in Höhe von 0,88 Mio. Euro (Vorjahr: 0,45 Mio. Euro) und die Beate Uhse Einzelhandels GmbH in Höhe von 2,46 Mio. Euro gegenüber. Zuschreibungen auf den Beteiligungsansatz der Beate Uhse new medi@ GmbH in Höhe von 5,86 Mio. Euro und auf die Ausleihung an die ZBF GmbH in Höhe von 2,66 Mio. Euro wirkten sich 2015 positiv auf das Beteiligungsergebnis aus. Demgegenüber verringerten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der Beate Uhse B.V. in Höhe von 19,55 Mio. Euro und auf die Beteiligung an der Franchise GmbH & Co. KG in Höhe von 3,33 Mio. Euro das Beteiligungsergebnis. Im Vorjahr wurden Zuschreibungen auf den Beteiligungsansatz der Beate Uhse Franchise GmbH & Co. KG in Höhe von 6,18 Mio. Euro und auf die Ausleihung an die ZBF GmbH in Höhe von 1,93 sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der Beate Uhse new medi@ GmbH in Höhe von 4,68 Mio. Euro im Beteiligungsergebnis erfasst. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich im Geschäftsjahr 2015, insbesondere aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung auf die Beteiligung an der Beate Uhse B.V., auf -14,68 Mio. Euro. Im Vorjahr lag das EBIT bei 2,86 Mio. Euro. Der Zinsaufwand betrug 3,54 Mio. Euro (Vorjahr: 2,68 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte aus dem Ganzjahreseffekt aus der mit Valuta zum 9. Juli 2014 platzierten Unternehmensanleihe der Beate Uhse AG in einem Gesamtvolumen von 30,0 Mio. Euro. Die Anleihe ist mit 7,75 % p.a. auf ihren Nennbetrag verzinst. Die Zinserträge erhöhten sich von 1,23 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,23 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Diese Erhöhung resultierte aus einem Mitte 2014 gestiegenen Zinssatz bei Gewährung von Darlehen an Tochtergesellschaften, bei einem gleichzeitigen Anstieg des gewährten Kreditvolumens. Im Geschäftsjahr 2015 war ein Jahresverlust von 16,01 Mio. Euro zu verzeichnen. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,42 Mio. Euro erzielt. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Beate Uhse AG belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 119,77 Mio. Euro
(Vorjahr: 133,75 Mio. Euro).
Das Anlagevermögen sank von 109,40 Mio. Euro auf 95,27 Mio. Euro. Hintergrund waren
insbesondere die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligung an der Beate Uhse B.V. in
Höhe von 19,55 Mio. Euro und an der Beate Uhse Franchise GmbH & Co. KG in Höhe von 3,33 Mio.
Euro, der eine Zuschreibung an der Beate Uhse new medi@ GmbH in Höhe von 5,86 Mio. Euro sowie
eine Zuschreibung auf die Ausleihung an die ZBF GmbH in Höhe von 2,66 Mio. Euro gegenüberstand.
Das Umlaufvermögen stieg um 0,10 Mio. Euro von 24,33 Mio. Euro auf 24,43 Mio. Euro. Dabei stand
insbesondere einer Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4,35
Mio. Euro eine Verringerung der Guthaben bei Kreditinstituten um 4,06 Mio. Euro aufgrund von
Darlehensgewährungen an verbundene Unternehmen gegenüber.
Die Eigenkapitalquote der Beate Uhse AG betrug zum 31. Dezember 2015 58,1 Prozent (Vorjahr:
64,0 Prozent).
Die Verbindlichkeiten stiegen von 42,56 Mio. Euro auf 44,40 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um
1,60 Mio. Euro.
Finanzlage

Kapitalstruktur
Zur Finanzierung der Gesel schaft wurden mit der Unternehmensanleihe „Beate Uhse Anleihe 14/19"
Teilschuldverschreibungen in einem Gesamtvolumen von 30,0 Mio. Euro platziert. Die Anleihe ist im
Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf
Jahren (Fäl igkeit: 9. Juli 2019) und wird mit 7,75 % p.a. auf ihren Nennbetrag verzinst. Die
Zinszahlung erfolgt jährlich nachträglich jeweils am 9. Juli, die erste Zahlung in Höhe von 2,3 Mio.
Euro erfolgte am 9. Juli 2015.


Liquidität
Die Mittel aus der Anleihe sowie der erwartete Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit stel en unsere
primären Liquiditätsquel en dar. Wir erwarten, dass wir hierüber unseren operativen Kapitalbedarf, die
jährliche Zinszahlung sowie unsere geplanten Investitionen langfristig finanzieren können. Zur
Liquiditätsüberwachung und -steuerung setzen wir ein konzernweit, zentral geführtes
Finanzmanagement ein. Hauptziel dabei ist, die Mittel im Konzern so zu steuern, dass unsere
Zahlungsfähigkeit stets gewährleistet ist.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Im Geschäftsjahr 2015 blieben die Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich hinter dem Vorjahr und
den Erwartungen zurück. Dieser Entwicklung begegnete der Vorstand mit einem umfangreichen
Maßnahmenpaket, das inzwischen eingeleitet und weitgehend umgesetzt ist. Neben der deutlichen
Reduzierung der Kosten wurde insbesondere entschieden, den Versandhandel konsequent und zu
100 % auf den E-Commerce auszurichten. Mit der Berufung des Online-Experten Dennis Al emeersch
in den Vorstand (COO) schuf der Aufsichtsrat eine weitere Voraussetzung für die Weiterentwicklung
des Online-Handels und damit für den gesamten Beate Uhse-Konzern.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die folgenden Indikatoren haben eine wesentliche Bedeutung für Beate Uhse, dienen jedoch nicht
unmittelbar der Konzernsteuerung.
Mitarbeiter
Ende 2015 beschäftigte der Konzern 572 Mitarbeiter (FTE) gegenüber 620 Mitarbeitern (FTE) zum
31. Dezember 2014. Das entspricht einem Rückgang um 48 Mitarbeiter. Ursächlich hierfür sind die um
fünf Filialen geringere Shop-Anzahl im Einzelhandel sowie der Abbau von Mitarbeitern in der
Administration, die im Bereich der Holding Services zu einer geringeren Mitarbeiteranzahl führte. Die
vom Vorstand beschlossene Schließung weiterer Filialen, die Einstel ung des Kataloggeschäfts sowie
die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung werden im Geschäftsjahr 2016 zu einem Abbau
von 150 Mitarbeitern führen.
FTEs Beate Uhse-Konzern
Nach Regionen
31.12.2015 31.12.2014
Nach Vertriebswegen
31.12.2015 31.12.2014

Einkauf und Beschaffung
Im Beate Uhse-Konzern erfolgt die Beschaffung zentral im Bereich des Großhandels. Durch die
zentrale Abwicklung al er Beschaffungsprozesse ist es möglich, die Produkte zu optimalen
Bedingungen und Preisen einzukaufen und die Potenziale zur Verbesserung der Materialeinsatzquote
langfristig zu nutzen. Unser Einkauf verfügt selbst über ein fundiertes Wissen zu den
Produktinformationen wie auch zu aktuellen Trends und kann damit die Anforderungen aus dem
Bereich Merchandising vol umfänglich erfül en. Kundenwünsche und zukünftige Markttrends werden
erfasst (sog. Trendscouting), analysiert und in die Produktentwicklung einbezogen. Hierdurch wird
gewährleistet, dass die Eigenmarken von Beate Uhse kontinuierlich weiterentwickelt werden und
immer up to date sind.
Produktqualität
Beate Uhse kooperiert mit einem weltweiten, ausgewählten Netzwerk von Produzenten. Mittels dieser
Partnerschaften und konkreten Vertragsvorgaben möchte Beate Uhse seinen Kunden eine hohe
Produktvielfalt bieten können und gleichzeitig den Preis- und Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht
werden. Darüber hinaus kann durch diese Strategie die Unabhängigkeit von einzelnen Produzenten
für den Konzern erhalten werden.
Beate Uhse arbeitet mit Prüfinstituten zusammen, die gewährleisten sol en, dass die Produkte den
Qualitätsansprüchen des Unternehmens und der Kunden sowie den rechtlichen Anforderungen
genügen. Hierbei werden alle Kontrollen gemäß den EU-Richtlinien und den verschiedenen
Länderanforderungen durchgeführt und dokumentiert.
Vertriebs- und Handelsmarken
Der Beate Uhse-Konzern verfügt europaweit über sehr bekannte Vertriebs- und Handelsmarken. Zu
den Vertriebsmarken zählen Beate Uhse (Deutschland, Tschechien, Österreich), Pabo (Holland,
Belgien, Großbritannien), Christine le Duc (Holland) sowie Adam & Eve (Frankreich).
In den letzten Jahren hat die Beate Uhse-Gruppe eine Reihe von Handelsmarken erfolgreich im Markt
platziert. Hierzu zählen die Mode- und Dessouslinien Besired und BLove sowie die Toy-Marken
Taboom und Toy Joy. Beate Uhse konzentriert sich verstärkt auf die Entwicklung und den Vertrieb von
Eigenmarken.
Nachhaltigkeit
Wir und unsere Lieferanten erfül en die Vorgaben der EU hinsichtlich Verpackung und Entsorgung.
Des Weiteren verfügen unsere Produkte über eine CE-Zertifizierung. Bei unseren Vertragspartnern für
die Wäsche- und Toy-Produktion sowie für die Produktion von Drogerie- und Wel nessartikeln achten
wir auf entsprechende Qualitätschecks und Dokumentation der Produktionsvorgänge. Insbesondere
die voranstehend genannten Themen werden wir künftig weiter und intensiviert verfolgen.
Ende 2015 haben wir mit der Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) nach DIN EN
ISO 50001 begonnen. Auf diese Weise wollen wir unsere energiebezogenen Leistungen systematisch
verbessern, die Umwelt entlasten und Energiekosten einsparen. Der Energieverbrauch soll deutlich
reduziert beziehungsweise die Energieeffizienz erhöht werden. Es handelt sich dabei um einen
ständigen Verbesserungsprozess mit jährlicher Überwachung und Auditierung durch externe Prüfer.

Vergütungsbericht 2015

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundlagen des Vergütungssystems der Beate Uhse
Aktiengesel schaft für Vorstandsmitglieder und gibt einen Überblick über die Vergütung des
Aufsichtsrats. Es werden Struktur und Höhe der individuel en Vorstandsbezüge sowie mögliche
Sonderleistungen erläutert.
Vergütungssystem des Vorstands

Die Darstellung der Vorstandsvergütung enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch
das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG), erforderlichen Angaben und richtet sich
nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Ausweis der Vergütung
des Vorstands in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate
Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Wesentliches Merkmal dieser
Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabel e 1) und des tatsächlich
erfolgten Zuflusses (Tabel e 2). Bei den Zuwendungen werden zudem die erreichbaren Minimal- und
Maximalwerte angegeben. Die Struktur und Höhe der individuellen Vorstandsvergütung werden in
jährlichen Abständen durch den Aufsichtsrat geprüft und festgelegt. Die Vorstandsvergütung orientiert
sich an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens sowie an den Aufgaben und
Leistungen der Vorstände. Die Vorstandsbezüge sind im internationalen und nationalen Vergleich
wettbewerbsfähig. Innerhalb der Gesellschaft ist eine Vergleichbarkeit der Vergütung gegeben, sie ist
angemessen und leistungsorientiert. Die Vorstandsvergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen und
erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Bestandteile der Vorstandsvergütung
Erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten (Fixum)
Die jährliche fixe Vergütung wird in zwölf monatlichen Teilbeträgen zum Monatsende gezahlt. Darüber hinaus erhalten die Vorstände Urlaubsgeld in Höhe von 8 % des jährlichen Gesamtbruttogehalts, fäl ig im Mai jeden Jahres. Erfolgsabhängige Vergütungskomponenten (Bonus)
Die Gewährung der variablen Vergütungskomponenten (Bonus) hängt vom Erreichen der vereinbarten Jahresfinanzziele des Beate Uhse-Konzerns ab. Der Bonus wird jeweils am Ende der jährlichen Leistungsperiode bestimmt. Wird ein Bonus gewährt, so beläuft dieser sich auf 1 % des Konzern-EBIT, welches über 5,0 Mio. Euro hinausgeht. Der Bonus ist nach oben auf maximal 66 % des erfolgsunabhängigen Bruttojahresgehalts begrenzt. Der Aufsichtsrat kann die Bonifikation auf nul reduzieren, fal s Umstände vorliegen, die eine Bonuszahlung als „unbil ig" erscheinen lassen. Hierüber entscheidet der Aufsichtsrat bis Ende April des Folgejahres. Der Vorstand ist verpflichtet, den erhaltenen Bonus ganz oder teilweise an die Beate Uhse Aktiengesel schaft zurückzuzahlen, wenn die Finanzziele des Konzerns im Folgejahr nicht erreicht werden oder eine wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Beate Uhse-Konzerns eingetreten ist. Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen (Nebenleistungen)
Vorstandsmitglieder unterschiedlichem Umfang. Hierzu zählen insbesondere Zuschüsse zu einer freiwil igen privaten Kranken- und Pflegeversicherung, einer Pensionsversicherung sowie die Nutzung eines Firmenwagens. Die Vorstandsmitglieder waren zudem Begünstigte einer Directors- & Officers-Versicherung mit angemessenem Selbstbehalt. Dieser wurde den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entsprechend angepasst. Auf der Hauptversammlung am 29. Juli 2013 wurde der Beschluss gefasst, dass der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, im Rahmen des Aktienoptionsplans 2013 bis zum 28. Juli 2018 bis zu 4.000.000 Bezugsrechte („Aktienoptionsrechte") auf bis zu 4.000.000 Inhaberaktien (Stammaktien) der Gesel schaft im Nennbetrag von je 1,00 Euro erhalten kann. Von diesem Gesamtvolumen können insgesamt bis zu 2.000.000 Aktienoptionsrechte (50 %) an Mitglieder des Vorstands der Gesel schaft und Mitglieder der Geschäftsführungen der mit ihr verbundenen Unternehmen gewährt werden. Zur Bewilligung von Aktienoptionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesel schaft ist al ein der Aufsichtsrat gemäß der unter Tagesordnungspunkt 8.3 der Einladung zur Hauptversammlung am 29. Juli 2013 aufgeführten Bestimmungen ermächtigt. Vorgenannte Aktienoptionsrechte wurden bisher nicht gewährt. Sonstige Zusagen
Versorgungszusagen, sonstige Zusagen, insbesondere für den Fal der Beendigung der
Tätigkeit, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die
Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden, bestehen nicht.
Höchstgrenzen der Vergütung
Gemäß der Empfehlung in Nr. 4.2.3 Abs. 2 S. 5 des Deutschen Corporate Governance Kodex
sol die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile
betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die Gesamtvergütung eines ordentlichen
Vorstandsmitglieds ist auf 450.000 Euro pro Jahr begrenzt, für den Vorstandsvorsitzenden auf
550.000 Euro pro Jahr. Bonusauszahlungen sind auf maximal 66 % des erfolgsunabhängigen
Bruttojahresgehalts beschränkt.
Im Geschäftsjahr 2015 erhielt der Vorstand eine Gesamtvergütung von 421,6 TEuro (2014:
668,2 TEuro).
Tabelle 1: Vorstandsvergütung 2015 - Zuwendungsbetrachtung

Gewährte Zuwendungen in TEuro
Serge van der Hooft CEO, Vorstandssprecher Eintritt: 1. Januar 2008 – Austritt: 23. September 2015 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung Gewährte Zuwendungen in TEuro Erwin Benjamin Cok* COO Eintritt: 1. April 2013 – Austritt: 31. März 2015 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung * Festvergütung teilweise inklusive Arbeitgeberanteile für Pensionen und Sozialkosten Gewährte Zuwendungen in TEuro Cornelis Vlasblom CFO/Alleinvorstand Eintritt: 11. November 2013 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung Tabelle 2: Vorstandsvergütung 2015 - Zuflussbetrachtung
Gewährte Zuwendungen in TEuro
Serge van der Hooft CEO, Vorstandssprecher Eintritt: 1. Januar 2008 – Austritt: 23. September 2015 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung Gewährte Zuwendungen in TEuro Erwin Benjamin Cok* COO Eintritt: 1. April 2013 – Austritt: 31. März 2015 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung * Festvergütung teilweise inklusive Arbeitgeberanteile für Pensionen und Sozialkosten Gewährte Zuwendungen in TEuro Cornelis Vlasblom CFO/Alleinvorstand Eintritt: 11. November 2013 2015 Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung Versorgungsaufwand Gesamtvergütung Die Angaben zur Vorstandsvergütung gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB entsprechen den Beträgen in
der Tabelle 2: Vorstandsvergütung 2015 - Zuflussbetrachtung.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Darstel ung der Aufsichtsratsvergütung enthält die nach deutschem Handelsrecht erforderlichen
Angaben und richtet sich nach den Empfehlungen des DCGK. Die Struktur und Höhe der
Aufsichtsratsvergütung ist in § 11 der Satzung festgelegt.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste, nach Ablauf des
Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung von 7.500 Euro. Als variablen Vergütungsbestandteil
erhalten die Aufsichtsratsmitglieder zusätzlich eine dividendenabhängige Vergütung in Höhe von
1.000 Euro pro Cent über 7 Cent Dividende. Der Vorsitzende erhält das 1,5-fache, sein Stel vertreter
das 1,25-fache der Gesamtvergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Audit Committee
einen jährlichen Festbetrag von 7.500 Euro, der Ausschussvorsitzende erhält 11.250 Euro.
Die Gesel schaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf die Vergütung zu entrichtende
Umsatzsteuer. Des Weiteren wurde für die Aufsichtsratsmitglieder eine Directors- & Officers-
Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen.
Die Aufsichtsratsvergütung betrug im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 54,5 TEuro (2014: 54,5 TEuro).

Aufsichtsratsvergütung 2015
TEUR
Aufsichtsratsmitglied
Funktion
Ausschüsse
Gerard Philippus Cok
Raad van Bestuur der Accentis N.V. Andreas Bartmann
Geschäftsführer Denart & Lechhart GmbH Udo H. Bensing
Geschäftsführer sgesel schaft Steuerberatungsgesel schaft * Aufgrund von Ausschussmitgliedschaft und/oder -vorsitz (Vorjahresvergütung in Klammern) Nachtragsbericht

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2016 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die
möglicherweise einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Beate
Uhse-Konzerns haben könnten.
Am 9. März 2016 wurde bekanntgegeben, dass Herr Dennis van Allemeersch vom Aufsichtsrat der
Beate Uhse Aktiengesellschaft mit Wirkung zum 15. März 2016 als Chief Operating Officer (COO) für
den Bereich B2C (E-Commerce und Einzelhandel) in den Vorstand berufen wurde. Herr Cornelis
Vlasblom verantwortet als Vorstandsvorsitzender und CFO die strategische Ausrichtung des
Konzerns, leitet den Großhandel und das Entertainment und führt darüber hinaus die Bereiche
Finanzen, Investor Relations, IT, Recht und Personal.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung2

Das Wachstum in der Eurozone soll führenden Wirtschaftsexperten zufolge auch in 2016 weiter
anhalten. Dies bescheinigt das Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrats der
Bundesregierung. Nach prognostizierten 1,5 % in 2015 erwarten die Experten, dass die
Wirtschaftsleistung des Euroraums in 2016 um 1,5 % gegenüber 2015 wachsen wird. Der Aufschwung
wird durch die großen Länder der Eurozone getragen. Die Niederlande stehen vor einem weiteren
Anstieg der Wirtschaftsleistung in 2016. Hier sol der Zuwachs 1,3 % betragen. Belgiens
Wirtschaftskraft sol im laufenden Jahr ebenfal s zulegen. Prognosen gehen von einem Anstieg um 1,4
% aus. Frankreichs Wirtschaft wird ein Wachstum von 0,9 % vorausgesagt. Insbesondere die nach
wie vor mangelnde Wettbewerbsfähigkeit verhindert hier einen stärkeren Anstieg.
Für Deutschland rechnen die Verfasser der Studie mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von
1,6 % für das laufende Jahr 2016. Bei der näheren Betrachtung der größten Volkswirtschaft im
Euroraum lässt sich zusammenfassen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer noch
sehr gut sind. Neben einer nach wie vor hohen Beschäftigung treiben die niedrigen Zinsen und ein
aktuel niedriger Ölpreis weiterhin die Konsumbereitschaft der privaten Haushalte.
2 Quellen: ifo-GfK-Konsumreport, Dezember 2015; Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrats; www.gfk.de; Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK); Belgische Nationalbank; ifo Konjunkturtest Januar 2016 Allerdings hat sich die Stimmung unter den Managern und Entscheidern der Republik zum
Jahresbeginn verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands
sank von 108,6 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Dezember 2015 auf nur noch 107,3 Punkte im
Januar 2016. Die weiterhin sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage wurden zwar nur
wenig zurückgenommen. Merklich hingegen trübten sich jedoch die Erwartungen ein.
Erwartete Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2016 verglichen mit 2015 in %
Land
Euroraum (19 Länder) Quelle: eurostat
* Prognose des Sachverständigenrats
Zu dem vorausgesagten Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung wird 2016 ebenfalls der private
Konsum seinen Beitrag leisten. Das Marktforschungsunternehmen GfK erwartet, dass die privaten
Verbraucherausgaben aufgrund der positiven Konsumneigung und der guten Beschäftigungslage
weiter ansteigen werden. Für Februar 2016 beträgt der GFK-Konsumklimaindex 9,4 Punkte (Februar
2015: 9,3 Punkte).
Branchenentwicklung

Das Thema Erotik gehört zum gesellschaftlichen Alltag und ist inzwischen nicht nur in der Mitte der
Gesel schaft angekommen, sondern dort auch fest verankert. Die Aufmerksamkeit für Erotik ist groß,
immer mehr Branchen, wie die Fashion- und Kosmetikindustrie, nutzen diese Themen in ihrer
Werbung, um damit eine höhere Aufmerksamkeit zu erzielen. Dies unterstreichen u.a. die verstärkten
Werbekampagnen im Fernsehen und in den Print-Medien, bei denen Erotik und Sexualität im Hinblick
auf die Produktdarstel ung aufgegriffen werden. Vor al em Frauen und Paare leben ihre Sexualität
bewusster aus und sprechen offen über ihre Neugier und Bedürfnisse. Entsprechend haben sich das
Angebot an Erotik-Artikeln und -Beratung sowie die Produktpräsentation und auch die Produkte an
sich verändert. Moderne und stylische Shops haben sich in Innenstadtlagen, in Einkaufszentren, als
Shop-in-Shop-Konzepte in Drogeriemärkten oder Kaufhäusern positioniert. Die Shops präsentieren
sich offen und hel mit geschultem Personal, das eine gute und zielgerichtete Beratung bieten kann.
Somit heben sich diese Shops deutlich vom früheren Image der Pornobranche ab und streifen dieses
alte Image ab. Neben den Shops bietet der Online-Verkauf von Erotik- oder erotiknahen Produkten
wie hochwertiger Lingerie, Toys und Accessoires einen starken Vertriebskanal. Der Online-Einkauf
ermöglicht es den Kunden, schnel er und einfacher für sich das passende Produkt zu finden und durch
den direkten Preisvergleich mit anderen Shops eine Preistransparenz zu schaffen. Dies bedeutet
einen erhöhten Preisdruck bei den Anbietern. Des Weiteren nimmt der Anteil an den
Produktweiterentwicklungen rasant zu. Neue Produkte kommen auf den Markt, die sich inzwischen als
Designobjekte hochwertig und qualitativ überzeugend präsentieren. Diese Entwicklung führt ebenfalls
zur Zunahme von Impulskäufen.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Um die Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu verbessern, fokussieren wir uns künftig noch stärker auf
die B2C-Bereiche E-Commerce und Einzelhandel. Dazu wurde das klassische Kataloggeschäft im
Februar 2016 eingestellt. Die Marketing- und Vertriebsaktivitäten werden konsequent auf den
Onlinehandel ausgerichtet. So werden wir zum Beispiel personalisierte Produktangebote einsetzen,
die Kundenbindung über ein neues Loyalty-Programm stärken, unsere Aktivitäten im Bereich Social
Media individueller auf die jeweiligen Ländermärkte anpassen und die bereits existierenden Mobile-
Apps für Smartphones und Tablets weiterentwickeln. Das Filialnetz wird noch stärker auf die
zukunftsträchtigen Zielgruppen Singles und Paare ausgerichtet. Standorte, die nicht in dieses Konzept
passen, werden wir schließen. Mit neuen attraktiven Shops, wie zum Beispiel in Berlin (Öffnung 2016),
werden wir unser Filialnetz mit Augenmaß erweitern. Ganz wesentlich ist dabei, dass die neuen
Shops mit ihrer Lage und Gestaltung zu 100 % auf unsere B2C-Strategie einzahlen. Damit wird das
Filialnetz als erlebbares Bild der Marke zur Stärkung unseres wichtigsten Vertriebsbereichs, dem E-
Commerce, beitragen. Konkrete Beispiele für die Zusammenarbeit von E-Commerce und Filialhandel
sind die instore-Bestellmöglichkeiten, die den Kunden im Shop den direkten Zugriff auf weitere
Produktangebote im Online-Shop bieten und die Möglichkeit Online-Bestel ungen direkt und per 1-
day-delivery in die Filiale zu liefern.
Zur erfolgreichen Weiterentwicklung unserer B2C-Strategie und des Beate Uhse-Konzerns wird die
Berufung des B2C-Experten Dennis van Allemeersch (COO) in den Vorstand der Beate Uhse
Aktiengesel schaft entscheidend beitragen.
Daneben wurden Mitte und Ende 2015 umfangreiche Maßnahmen zur Kostenreduzierung eingeleitet
und inzwischen umgesetzt. Hierbei bietet insbesondere der Abbau von 150 Mitarbeitern große
Einsparpotenziale. Als weitere bedeutende Maßnahme wird erwogen, in 2016 die zwei
niederländischen Logistikstandorte in einem Logistikzentrum, in Walsoorden, zu zentralisieren.
Hieraus würden sich weitere Vorteile in der Kosteneffizienz, im Working Capital und in der
Warenbelieferung an unsere Kunden ergeben.

Die zukünftige Entwicklung der Beate Uhse AG wird maßgeblich durch die Entwicklung ihrer
wesentlichen Tochtergesellschaften beeinflusst. Diese hängt wesentlich von der gesamtwirtschaft-
lichen und der Branchen-Entwicklung ab. Darüber hinaus wird die strategische Ausrichtung der
Vertriebskanäle eine entscheidende Rolle spielen.
Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für die Beate Uhse Aktiengesellschaft für das
Geschäftsjahr 2016 mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Für das
Geschäftsjahr 2017 sol über die Effekte aus der Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen wieder ein
leicht positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen erreicht werden.
Das für 2015 prognostizierte Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 0,5 Mio. Euro wurde aufgrund des
negativen Beteiligungsergebnisses nicht erreicht.
Risikobericht
Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil al er Planungs-, Controlling- und
Berichterstattungsprozesse der Beate Uhse Aktiengesel schaft. Ziel des Risikomanagementsystems
ist es, möglichst frühzeitig Risiken systematisch zu identifizieren, sie zu bewerten, zu dokumentieren
und zu kommunizieren, um effiziente Gegenmaßnahmen entwickeln und umsetzen zu können. Im
Rahmen einer guten und verantwortungsvol en Geschäftsführung sind das Risikomanagementsystem
und das interne Kontrol system ein wichtiger Schutzschild des Beate Uhse-Konzerns.
Das interne Kontrollsystem beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen für die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das Risikomanagement des Beate Uhse-Konzerns folgt einem ganzheitlichen und integrativen Ansatz zum systematischen Umgang mit Risiken. Die Grundzüge des Systems sind in einer Richtlinie definiert. Die kontinuierliche Überprüfung von Risikopotenzialen erfolgt dezentral durch Risikoverantwortliche in al en Vertriebswegen, Stabsabteilungen und Ländern. In Abständen von sechs Monaten besprechen Risikoverantwortliche und -Manager den Status Quo. Vorab definierte Risikofelder wie „leistungswirtschaftliche Risiken" oder „IT-Risiken" dienen einer besseren Übersichtlichkeit, um anhand von Checklisten mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren. Die Risikoanalyse umfasst die vol ständige Erfassung der zu überwachenden Risiken durch den Risikoverantwortlichen. Die Bewertung der Risiken erfolgt in zwei Stufen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe. Das Risikomanagement überprüft die Angemessenheit der Bewertungen. Werden Risiken Risikoverantwortlichen Handlungsempfehlungen Eintrittsvermeidung. Risikomanagement Handlungsempfehlungen und überwacht deren Umsetzung. Die Dokumentation erfolgt anhand von standardisierten Vorgaben. Zusätzlich informiert das Risikomanagement den Vorstand regelmäßig über aktuel e Ereignisse des Risikoprozesses. Innerhalb des Aufsichtsrats gibt es einen Projektverantwortlichen, Verantwortlichen Risikomanagements im Kontakt steht. Übersicht der definierten Bereiche der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe:
Eintrittswahrscheinlichkeit
Unwahrscheinlich
Sehr wahrscheinlich Schadenshöhe
Unbedeutend
kleiner 0,5 Mio. Euro von 0,5 Mio. Euro bis 2,5 Mio. Euro über 2,5 Mio. Euro
In den nachfolgend erläuterten Risikokategorien wird eine jeweils unterschiedliche Anzahl von Risiken
mit der dem Risiko entsprechenden Klassifizierung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und
Schadenshöhe betrachtet. Hiervon werden die wichtigsten Risiken nachstehend bei der Darstellung
der einzelnen Risikokategorien hinsichtlich ihrer Einstufung aufgezeigt.

Risiken

Branchenrisiken
Europa befindet sich nach wie vor in einem wirtschaftlichen Spannungsfeld. Die Länder der europäischen Union haben die Banken- und Wirtschaftskrise sehr unterschiedlich verkraftet. Dies führt für fast al e Wirtschaftszweige und -branchen zu Umfeldrisiken, da Konsumenten zum Teil ihren Konsum weiter einschränken. Für die Beate Uhse-Gruppe kann dies insbesondere in den Hauptumsatzländern Deutschland, Niederlande und Frankreich zur Verringerung des Absatzvolumens führen. Beate Uhse fokussiert sich daher sehr auf die Stärkung der bekannten Vertriebsmarken, den Ausbau des E-Commerce, die Umsetzung der Cross-Channel-Strategie und den Ausbau von neuen Produktlinien, um von Kunden besser wahrgenommen zu werden als der Wettbewerb. Ergänzend hierzu arbeitet das Unternehmen fortlaufend an der Optimierung der Einkaufspreise u.a. durch eine Bündelung der konzernweiten Einkaufsstrukturen, um einer möglichen Absatzverringerung entgegensteuern zu können. Branchenspezifisch für den Erotikmarkt ist die lange Phase des Marktumbruchs. Einige Beispiele und die daraus resultierenden Risiken für die Branche und somit für den Beate Uhse-Konzern: Konsumenten bestellen Dessous und Toys, ebenso wie andere Handelswaren, verstärkt im Internet. Für die 81 eigenen Beate Uhse-Geschäfte kann die Nachfrageverschiebung einen deutlichen Umsatzrückgang bedeuten. Andere Online-Erotikanbieter sowie branchenfremde Wettbewerber wie Kaufhäuser und Drogeriemärkte entdecken den Reiz des Erotikmarkts. Der Gesamtumsatz für Erotikprodukte verteilt sich zunehmend auf mehr Anbieter. Der Großhandelsmarkt unterliegt dem Risiko eines anhaltend starken Margendrucks und Wettbewerbs um Kunden. Kostenfreie Video-on-Demand-Angebote (VoD) von privaten Fernsehkanälen oder Pay-TV-Sendern gewinnen in der Vermarktung von Erotikfilmen und -inhalten zunehmend an Bedeutung. Das Risiko des Beate Uhse-Konzerns liegt in der Abwanderung von Kunden hin zu kostenfreien Angeboten. Die Beate Uhse Aktiengesel schaft stel t dies vor die Herausforderung, sich in al en Vertriebsbereichen des Konzerns weiter zu entwickeln. Der Konzern hat den Wandel des Erotikmarkts frühzeitig erkannt und mit dem Umbau des Konzerns zu einem markengesteuerten Unternehmen vor mehreren Jahren begonnen. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurden und werden al e Vertriebswege in sämtlichen Ländern und deren Marketingmaßnahmen genau überprüft und entsprechend der neuen Ausrichtung zusammengeführt. Im Großhandel setzt der Konzern seine Qualitätsoffensive fort und zentralisiert al e Aktivitäten im Sinne einer schnel en, effizienten Belieferung der Kunden am Standort Almere. Die Kunden werden durch Vertriebsteams in ihren jeweiligen Ländern betreut. Daneben arbeitet der Großhandel seit einigen Jahren konsequent an der Ausweitung seines Anteils an Eigenmarken, um Wettbewerbsvorteile zu erschließen. Dem Druck durch kostenfreie VoD-Angebote begegnet Beate Uhse durch qualitativ hochwertige Angebote und sehr gute Suchfunktionen, sodass die konzerneigenen VoD-Portale weiterhin Alleinstel ungsmerkmale haben. Zukünftige Neuerungen orientieren sich noch stärker an den Wünschen der Kunden. Die Erotikbranche unterliegt aufgrund des Jugendschutzes weltweit stark voneinander abweichenden Gesetzen. Insbesondere im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland sind die gesetzlichen Bestimmungen eng gefasst, insbesondere bei den neuen Medien. Eine weitere Limitierung des Markts durch die Verschärfung von Gesetzen bedeutet ein latentes Risiko, da sie zwangsläufig Umsatzeinbußen nach sich ziehen würde. Der Konzern entwickelt diverse Jugendschutzmaßnahmen, die auf den Websites im Einsatz sind. Beate Uhse kann durch eine Zusammenarbeit mit Institutionen, wie z. B. der Freiwilligen Selbstkontrolle e.V., indirekt an der Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen mitwirken. Innerhalb dieser Risikokategorie werden die beobachteten Risiken des Einstiegs neuer Mitbewerber sowie des Preiswettbewerbs als sehr wahrscheinlich und wesentlich eingestuft.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Für die Logistik-Zentren des Großhandels in Almere sowie für die des Versandhandels in Walsoorden besteht ein Betriebsausfal -Risiko z. B. durch einen Feuer- oder Wasserschaden. Störungen der technischen Anlagen und IT-Systeme können zu Ausfäl en in der Belieferung an unsere Kunden führen. Beate Uhse schränkt dieses Risiko ein, indem entsprechende Sicherheitssysteme installiert sind. Zudem sind die wirtschaftlichen Folgen derartiger Ausfäl e über eine Sach- und Betriebsunterbrechungsschadensversicherung abgedeckt. Als Handelsunternehmen kauft Beate Uhse weltweit Produkte. Der Einkauf der Waren unterliegt normalen Handelsrisiken wie Zeitverzögerungen bei der Auslieferung, Wechselkursschwankungen, Erhöhungen von Zöl en und Steuern, Qualitätsschwankungen der gelieferten Produkte und/oder eventuel en Einfuhrbeschränkungen. Im Versand- und Einzelhandel birgt der Einkauf von Waren das Risiko einer Überbevorratung. Beate Uhse begegnet diesen Risiken durch den weltweiten Einkauf bei einer Vielzahl von Lieferanten. Die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern wird somit verringert. Die Beschaffung der im Konzern umgeschlagenen Produkte ist konzernweit im Category Management zentralisiert. In den zurückliegenden Jahren hat der Beate Uhse-Konzern den Vertrieb innerhalb des Versandhandels zunehmend auf den Onlinehandel und damit auf die veränderten Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Mit der Entscheidung, den Kataloghandel Anfang 2016 einzustellen, setzt sich diese Entwicklung konsequent fort. Wie bei al en unternehmerischen Entscheidungen besteht das Risiko, dass der Versandhandel sich vor dem Hintergrund dieser Entscheidung langsamer bzw. schlechter entwickelt als geplant. Dies könnte zu weiteren Umsatzeinbußen und somit zu Liquiditätsengpässen des Konzerns führen. Diesem unternehmerischen Risiko begegnet das Management des Versandhandels durch die laufende Optimierung des Online-Marketings, der ständigen Weiterentwicklung der neu entwickelten E-Commerce-Plattform und der Stärkung des Online-Teams des Versandhandels. Innerhalb dieser Risikokategorie werden das beobachtete Risiko von Wechselkursschwankungen und das Risiko der optimalen Warenverfügbarkeit als wahrscheinlich und bedeutend eingestuft. Das ebenfalls mit wahrscheinlich klassifizierte Risiko einer unzureichenden Produktqualität könnte im Fal e des Eintretens zu einer wesentlichen Schadenshöhe führen. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken hat die Beate Uhse AG im Sommer 2015 einen Vertrag mit der Rabobank Almere über ein Volumen von 24 Mio. US-Dol ar und einer Laufzeit von zunächst einem Jahr zu einem fixen Wechselkurs abgeschlossen. Aus diesem Geschäft ergibt sich wiederum das Risiko, dass sich der Wechselkurs im Vergleich zu dem vertraglich vereinbarten Kurs zukünftig negativ für die Beate Uhse entwickelt. Dies könnte sich insbesondere auf den Einzelabschluss der Beate Uhse AG negativ auswirken, da die Holding keine Verbindlichkeiten in Fremdwährung hält.
Personalrisiken
Der Erfolg des Beate Uhse-Konzerns beruht maßgeblich auf der Leistung der im Unternehmen tätigen Führungskräfte und dem Know-how der Mitarbeiter. Ein Wechsel von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen kann die Marktstel ung und die Entwicklung des Konzerns beeinträchtigen. Daneben kann der 2015 zur Kostenreduzierung eingeleitete Abbau von Arbeitsplätzen zu temporären Störungen in einzelnen Arbeitsprozessen führen. Das Management wirkt diesem Risiko durch einen zeitnahen Austausch mit den Mitarbeitern über die jeweiligen Arbeitsprozesse entgegen und ergreift, wo erforderlich, entsprechende Maßnahmen. Innerhalb dieser Risikokategorie werden die beobachteten Risiken der Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie aus der Störung in einzelnen Arbeitsabläufen als wahrscheinlich und bedeutend eingestuft. Informationstechnische Risiken
Die eingesetzten Informationstechnologien werden ständig überprüft, um eine sichere Abwicklung der IT-gestützten Geschäftsprozesse, insbesondere der logistischen Abläufe im Versand- und Großhandel sowie der Online-Dienstleistungen, zu gewährleisten. Sol te es in den EDV-gestützten Prozessen zu Ausfäl en kommen, kann der reibungslose Versand von Waren oder die Bereitstel ung von Online-Content nicht gewährleistet werden. Es besteht das Risiko von Umsatzausfäl en und die Gefahr, langfristig Kunden zu verlieren. Beate Uhse sichert sich hier konzernweit durch technische redundante Systeme ab. Das Risiko wird zudem durch eine Versicherung gegen Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden abgedeckt. Als Content- und E-Commerce-Anbieter ist Beate Uhse nicht vor einem Missbrauch von Internetdaten gefeit. Die Programmierer und Entwickler des Unternehmens arbeiten kontinuierlich an geeigneten Softwarelösungen zur Abwehr solcher Angriffe und werden hierzu regelmäßig geschult. Das als unwahrscheinlich eingestufte Risiko des Ausfal s der IT-Systeme könnte im Fal e des Eintretens, zu einer wesentlichen Schadenshöhe führen. Die Risiken aus dem Missbrauch von Internetdaten werden als wahrscheinlich und bedeutend klassifiziert.
Finanzwirtschaftliche Risiken und Unternehmensfinanzierung
Mit Platzierung der Unternehmensanleihe und den hieraus resultierenden Mitteln konnte die Finanzierung des Beate Uhse-Konzerns im Geschäftsjahr 2014 neu strukturiert werden. Aus dieser Finanzierung ergeben sich insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung der Ertragslage des Konzerns Risiken daraus, dass einzelne Bedingungen der Anleihe, unter anderem aufgrund der Nichterfüllung von Zinszahlungsansprüchen der Anleihegläubiger oder Dritter, nicht erfül t werden könnten und damit die Anleihegläubiger eventuell einen Anspruch auf vorzeitige Rückzahlung der investierten Beträge hätten. Wir halten den Eintritt dieses Risikos für unwahrscheinlich, da nach unserer Finanzplanung ausreichend liquiden Mittel zur Deckung der Zinsansprüche aus der Anleihe vorhanden sind. Daneben könnte eine unter den Erwartungen liegende Geschäftsentwicklung, die vollständige Begleichung der vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen gefährden. Der Vorstand überwacht die Einhaltung der Bedingungen der Anleihe und der weiteren Geschäftsentwicklung in besonderem Maße und arbeitet mit Nachdruck an der frühzeitigen Lösung für eine Anschlussfinanzierung, um den finanzwirtschaftlichen Risiken zu begegnen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos, dass aus eigenen Mitteln der Gesel schaft die Zahlungsansprüche der Anleihegläubiger nicht bedient und keine alternative Anschlussfinanzierung realisiert werden kann, wird insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Im Fal e des Eintritts hätte dieses Szenario jedoch bestandsgefährdende Auswirkungen. Die einzelnen Vertriebswege des Beate Uhse-Konzerns unterliegen in unterschiedlichem Maße dem Forderungsausfal risiko. Um diesem Risiko frühzeitig zu begegnen, prüft die Beate Uhse Aktiengesel schaft in allen B2C- und B2B-Vertriebswegen, soweit möglich, die Bonität von Kunden und die Zahlungsfähigkeit aus Mietverhältnissen beispielsweise im Einzelhandel. Die Zahlungshistorie und mögliche Vertragsbrüche werden dokumentiert. Zur Verringerung des Zahlungsausfal s von Kunden trägt u.a. die Fokussierung auf Online-Aktivitäten im Versandhandel bei. Die dort verstärkt eingesetzten Bezahlmethoden, wie zum Beispiel die Bezahlung per Kreditkarte, sorgen für eine größere Zahlungssicherheit. Das als wahrscheinlich eingestufte Risiko von Forderungsausfällen könnte im Fal e des Eintretens zu einer bedeutenden Schadenshöhe führen. Risiko von Beteiligungen und langfristigen Vermögenswerten
Die Finanzanlagen der Beate Uhse Aktiengesel schaft unterliegen dem Risiko möglicher Wertminderungen, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Im Gegensatz zu den Tochterunternehmen ist die Einflussnahme der Beate Uhse Aktiengesellschaft auf Beteiligungsunternehmen eingeschränkt. Aufgrund des hohen Buchwerts stellt eine Wertminderung der Beteiligung an der tmc Content Group AG einen besonderen Risikofaktor dar. Die Anteile der an der Börse notierten tmc Content Group AG weisen zum 31. Dezember 2015 einen Buchwert von 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro) aus. Der Börsenwert der von der Beate Uhse Aktiengesel schaft gehaltenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro); das anteilige Eigenkapital beträgt, bezogen auf der zum 30. Juni 2015 von der tmc Content Group veröffentlichten Bilanz, 4,0 Mio. Euro (31.12.2014: 3,8 Mio. Euro). Da der Markt für Anteile an der tmc Content Group AG aufgrund des unverändert äußerst geringen Transaktionsvolumens nicht aktiv und ein Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfäl e nicht möglich ist, ermittelt die Gesel schaft den beizulegenden Zeitwert mit Hilfe eines Bewertungsgutachtens unter Anwendung eines DCF-Verfahrens. Wäre der Börsenwert als maßgeblich für die Ermittlung des erzielbaren Betrags angesehen worden, läge das Eigenkapital der Beate Uhse Aktiengesel schaft um 4,3 Mio. Euro niedriger. Die Beate Uhse Aktiengesel schaft hat in der Vergangenheit deutliche Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der tmc Content Group AG vorgenommen. Diese verringern das Risiko möglicher weiterer Abschreibungen in der Zukunft. Nichtsdestotrotz können Ergebnisverschlechterungen bei der tmc Content Group AG zukünftig notwendige Abschreibungen auf die von Beate Uhse gehaltenen Anteile nach sich ziehen. Dieses Risiko wird als unwahrscheinlich eingestuft. Die mögliche Schadenshöhe im Fal e des Eintretens könnte bedeutend sein. Gesamtaussage zur Risikolage
Im Vergleich zum Vorjahr sieht der Vorstand insbesondere im Zusammenhang mit dem Einstieg neuer
Mitbewerber und des Preiswettbewerbs sowie mit der Finanzierung über die Unternehmensanleihe ein
erhöhtes Risikopotenzial. Das Finanzierungsrisiko könnte dabei den Fortbestand des Unternehmens
gefährden. Der Vorstand hält die für die Beate Uhse Aktiengesel schaft und damit den Konzern
bestehenden Risiken aber insgesamt begrenzt bzw. beherrschbar und geht daher von der
Fortführungsfähigkeit des Unternehmens und des Konzerns aus.
Chancenbericht
Chancenmanagementsystem
Beate Uhse verfolgt das Ziel, Markt- und Geschäftschancen frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten
und Strategien zu entwickeln, um diese gezielt zu nutzen und markttreibend zu sein. Die Analyse und
Bewertung möglicher Chancen erfolgt anhand implementierter Prozesse im gesamten Konzern.
Erkannte Chancen, wie beispielsweise neue Produkt- und Markttrends, werden entsprechend
dokumentiert und bewertet. Anhand definierter Abläufe wird geprüft, inwieweit Beate Uhse auf die sich
bietenden Chancen eingeht und diese für die eigene Unternehmensentwicklung nutzen kann. Dies
erfolgt
Machbarkeitsstudien, Investitionsrechnungen. Nach erfolgter Chancenbewertung und -analyse ist über die Umsetzung zu
entscheiden. Anschließend werden Maßnahmen zur Umsetzung formuliert und eingeleitet.

Im Chancenbericht werden verschiedene Arten von Chancen betrachtet. Im Gegensatz zu den
Risiken
Klassifizierungen Eintrittswahrscheinlichkeit und Eintrittshöhe dargestellt.

Chancen der gesellschaftlichen Veränderung
Erotik und Sexualität sind inzwischen in der Mitte der Gesel schaft angekommen. Im Zuge dieses
gesellschaftlichen Wandels und der medialen Aufmerksamkeit rund um Sexualität und Verführung
ergeben sich neue Wachstumschancen für Beate Uhse. Der Markt öffnet sich und erfährt eine vorher
nie dagewesene Relevanz. Diese neue Aufmerksamkeit und Offenheit in der Gesel schaft können wir
nutzen, in dem wir uns u.a. auf neue Shops in zentralen Innenstadtlagen mit gut geschultem Personal
konzentrieren und die Mainstreamkanäle wie TV, Print oder Out-of-Home-Poster zum Ausbau unserer
E-Commerce-Aktivitäten einsetzen. Zudem zeigt sich, dass durch die genannten Veränderungen eine
stärkere Akzeptanz und Nachfrage nach Love Toys in der Gesel schaft zu beobachten ist. Die Zahl
derjenigen, die einen Vibrator oder ein anderes Toy zuhause haben, steigt. Diese Offenheit zeigt sich
insbesondere bei den jüngeren Zielgruppen ab 18 Jahren. Hiermit eröffnen sich uns Chancen der
Neukundengewinnung und des Wachstums.
Chancen durch neue Zielgruppen
Die Zielgruppe für Erotikartikel hat sich stark gewandelt. Immer mehr Paare reden offen über ihre
Bedürfnisse und Wünsche und suchen Anregungen in Erotikshops. Frauen sind in den vergangenen
Jahren noch selbstbewusster geworden und stehen zu ihrer Sexualität und möchten diese ausleben.
In Partnerschaften übernehmen heutzutage zumeist Frauen die aktive Rol e, wenn es darum geht,
Neues auszuprobieren. Auch die Kaufentscheidung wird zumeist von Frauen getroffen. Entsprechend
hat sich das Kundenbild vom Hauptkunden Mann hin zu Paaren und Frauen als neue Kunden in der
Erotikbranche verändert. Beate Uhse folgt dieser Marktentwicklung konsequent mit der Ausrichtung
seiner Produkte und Shop-Konzepte sowie dem Marketing. Wir erwarten, dass sich dieser Trend
zukünftig noch weiter verstärken und dann als Standard festigen wird. Aufgrund der Veränderung
unseres Sortiments und der ansprechenden Produktpräsentation sieht sich Beate Uhse auf die
Veränderungen sehr gut eingestel t und nutzt die Möglichkeiten, auf die Wünsche der neuen
Zielgruppe einzugehen. Beate Uhse forciert eine Wandlung von einer Erotik- zu einer Erotik-Lifestyle-
Marke, die für Sexual Wel being steht. Hieraus ergeben sich Chancen, weitere Neukunden zu
gewinnen und mit einem zielgruppenorientierten Sortiment wettbewerbsfähig und markttreibend zu
sein.
Chancen aus verändertem Konsumverhalten
Seit Jahren ändert sich das Konsumverhalten der Menschen. Immer mehr Kundinnen und Kunden
nutzen die Möglichkeit, Waren und Produkte via „Online-Shopping" einzukaufen. Tendenz weiter
steigend. Aus dieser Entwicklung nutzen wir mithilfe unseres modernen Online-Shops die Chance,
uns weiter im Markt als starker Online-Anbieter von Lifestyle-Erotikartikeln und Fashion zu
positionieren. Zudem zeigt sich mit dem Wandel der Branche hin zu einer Lifestyle-Branche, dass
insbesondere die weibliche Zielgruppe Erotikprodukte anders einkauft als die frühere Kundengruppe –
Shopping bei Beate Uhse wird immer mehr zu einem Impulskauf und ist immer seltener ein
Bedarfskauf. Diese Entwicklung führt dazu, dass durch emotionale Ansprache und die Präsentation
von Erlebniswelten weitere Umsatzpotenziale gehoben werden können.
Eine weitere gern genutzte Einkaufs-Plattform bieten Smartphone-Apps, über die mit dem
Smartphone oder einem Tablet-PC bequem Onlinebestellungen vorgenommen werden können. Um
unseren Kunden diese Möglichkeit der Produktsuche und Bestel ung zu bieten, planen wir für 2016 die
Etablierung einer Beate Uhse-App. So möchten wir die Chance nutzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit
auszubauen.
Chancen aus der Markt-/Sortimentsveränderung
Inzwischen nehmen immer mehr Drogerie-Märkte und auch vereinzelt Fashion-Anbieter Erotikartikel,
wie Toys und Gleitgele, in ihr Sortiment mit auf. Diese Entwicklung bietet uns die Chance, unseren
Großhandel bzw. dessen Kundenkreis weiter auszubauen. Der Kundenkreis hat sich so erweitert und
unsere potenziel en Kunden kommen nun auch aus branchenfremden Bereichen. Mit unserem
Vertriebsteam und über gezielte Mitarbeiterschulungen wol en wir diese Chance nutzen, um uns eine
neue Kundenbranche zu erschließen. Durch die Präsenz unserer Produkte in Drogerie-Märkten
unterstützen wir darüber hinaus die veränderte Wahrnehmung und Akzeptanz von Sexualität.
Gesamtaussage zur Chancenlage
Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die Beate Uhse-Gruppe gut aufgestel t ist, um die sich
zukünftig bietenden Chancen zu erkennen und umzusetzen. So bieten sich Möglichkeiten zur
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Beate Uhse.




Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem
bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist darauf ausgerichtet, die Ordnungsmäßigkeit der betrieblichen
Abläufe zu gewährleisten. Die im IKS definierten Regeln, Prozesse und Maßnahmen dienen dazu, die
Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sicherzustel en und Schäden, die durch eigene Mitarbeiter
oder Dritte verursacht werden könnten, abzuwehren. Die Ausgestaltung und Angemessenheit des IKS
wird durch den Vorstand verantwortet und in seiner Wirksamkeit durch den Aufsichtsrat bzw. durch
seinen Prüfungsausschuss überwacht.
Das auf den Rechnungslegungsprozess bezogene IKS ist Teil des gesamten internen
Kontrollsystems, das in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet ist. Es
beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstel ung der Gesetzmäßigkeit,
Zuverlässigkeit und Vol ständigkeit der internen und externen Jahres- und Konzernrechnungslegung
sowie der zeitgerechten und verlässlichen finanziellen Berichterstattung.
Neben IT-gestützten Prozesskontrol en dienen zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip, die
organisatorische
Genehmigungsfunktionen sowie Arbeitsanweisungen der Überwachung der Abläufe. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen setzen gut ausgebildete Mitarbeiter die Rechnungslegungsprozesse um und prüfen Änderungen von Rechnungslegungsstandards auf die Relevanz unserer Jahres- und Konzernrechnungslegung. Berechtigungskonzepte Zugangsbeschränkungen die eingesetzten IT-Systeme gegen unbefugte Zugriffe. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem eingebunden. Daneben berichtet der Abschlussprüfer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über festgestellte rechnungslegungsrelevante Risiken sowie wesentliche Schwächen des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Insbesondere stellt die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer sowie die Prüfung der einbezogenen Abschlüsse der bedeutenden Konzerngesel schaften die wesentliche prozessunabhängige Überwachung der Rechnungslegung sicher. Ergänzend regelt ein Bilanzierungshandbuch die Umsetzung der Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Konzernrechnungslegung. Die beschriebenen Maßnahmen tragen in angemessener Form dazu bei, den wesentlichen Risiken im Rechnungs- und Konzernrechnungslegungsprozess zu begegnen. Diese bestehen darin, dass die einbezogenen lokalen Abschlüsse der Konzerngesellschaften sowie der Konzernabschluss aufgrund von unbeabsichtigten oder vorsätzlichen Fehlverhaltens nicht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln oder dass die Veröffentlichung des Jahresabschlusses verspätet erfolgt. Diese Risiken können das Vertrauen der Aktionäre und Anleihegläubiger oder die Reputation von Beate Uhse nachhaltig beeinträchtigen. Übernahmerelevante Angaben

Das Grundkapital der Beate Uhse Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2015 auf
78.074.696,00 Euro und ist eingeteilt in 78.074.696 Inhaber-Stammaktien zu einem Nennwert von je
1,00 Euro. Übertragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen für die Aktien der Beate Uhse
Aktiengesel schaft bestehen nicht. Jede Aktie garantiert auf der Hauptversammlung eine Stimme. Für
281.229 Aktien, die Beate Uhse im eigenen Bestand hält, ruhen Stimmrecht und Dividendenanspruch.
Die Aktien der Beate Uhse Aktiengesellschaft lauten auf den Inhaber. Daher sind der Beate Uhse
Aktiengesel schaft nicht al e Aktionäre bekannt. Zur Ermittlung bedeutender Beteiligungen kann die
Beate Uhse Aktiengesellschaft nicht auf ein Aktienregister zurückgreifen; vielmehr sind ihr nur
diejenigen Aktionäre zuverlässig bekannt, die als Inhaber von nach dem WpHG meldepflichtigen
Beständen ihren Anteilsbesitz bei der Gesel schaft angezeigt haben. Am 31. Dezember 2015 hielten
die Consipio Holding B.V., Walsoorden, Niederlande, 29,66 % und die Venus Hyggelig GmbH, Kiel,
Deutschland, 13,11 % an der Beate Uhse Aktiengesellschaft. Der Verwaltungsgesel schaft der
schleswig-holsteinischen Sparkassenorganisation GbR, Kiel, Deutschland, der Schleswig-
Holsteinische Sparkassen-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Kiel, Deutschland, dem
Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland, und der Schleswig-
Holsteinische Sparkassen-Förderungs GmbH & Co KG, Kiel, Deutschland, den Sparkassen und
Giroverband für Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland, ist die Beteiligung der Venus Hyggelig GmbH,
Kiel, Deutschland, zuzurechnen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 % sind
nicht bekannt. Es existieren keine Sonderrechte für Inhaber von Aktien, die Kontrollbefugnisse
verleihen würden.
Eine Stimmrechtskontrol e für den Fal , dass Arbeitnehmer am Kapital der Beate Uhse
Aktiengesel schaft beteiligt sind, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung sowie § 84 Abs. 1 und Abs. 2 AktG bestel t der Aufsichtsrat die
Vorstandsmitglieder und entscheidet über ihre Zahl. Er kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder
Sprecher des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann ebenfal s stel vertretende
Vorstandsmitglieder bestellen. Bei Vorliegen von unter § 84 Abs. 3 AktG aufgeführten Gründen kann
der Aufsichtsrat die Bestel ung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des
Vorstands widerrufen.
Gemäß § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung.
Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem
Aufsichtsrat übertragen. Nach § 9 Abs. 2 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen, die
nur die Fassung betreffen, zu beschließen.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien
entfal enden anteiligen Betrag des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
oder – fal s dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden
Ermächtigung bestehenden Grundkapitals von 10 % beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen ein- oder mehrmals ausgeübt werden, auch durch Konzerngesel schaften oder für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesel schaften handelnde Dritte. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet am 30. Juni 2019. Die Hauptversammlung vom 29. Juli 2013 hat die Gesel schaft ermächtigt, dass mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 4.000.000 Bezugsrechte („Aktienoptionsrechte") auf bis zu 4.000.000 Inhaberaktien (Stammaktien) der Gesel schaft im Nennbetrag von je 1,00 Euro gewährt werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2013, zu deren Ausgabe der Vorstand und, im Fal e der Ausgabe an Mitglieder des Vorstands, der Aufsichtsrat mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juli 2013 ermächtigt wurde. Die Ermächtigung kann bis zum 28. Juli 2018 ausgeübt werden. Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 ist das Grundkapital um bis zu 35.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 35.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von jeweils 1,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 unter Tagesordnungspunkt 6 ausgegeben werden. Danach wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte (zusammen „Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbeschränkung im Gesamtnennbetrag von bis zu 60.000.000,00 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungs- bzw. Bezugspflichten) auf auf den Inhaber lautende Aktien der Gesel schaft mit einem Gesamtnennwert des Grundkapitals von insgesamt bis zu 35.000.000,00 Euro nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. In dem vorgenannten Beschluss wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in bestimmten in der Ermächtigung näher bezeichneten Fäl en, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die notarielle Niederschrift der Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 mit dem Beschluss über die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und über die Schaffung eines Bedingten Kapitals 2015 wurde beim Handelsregister bei dem Amtsgericht Hamburg (HRB 138234) hinterlegt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. August 2012 ist der Vorstand bis zum 31. Juli 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 39.037.348,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das Bezugsrecht kann jedoch in den folgenden Fäl en vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, ausgeschlossen werden: • bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen für einen Betrag von insgesamt bis zu zehn von Hundert des bei Wirksamwerden oder – sollte dieser Wert geringer sein – bei Ausnutzung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals, soweit der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; • zum Erwerb von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft; • soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen.
Es existieren keine Vereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern oder anderen Führungskräften
hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem Change of Control oder einer Übernahme der
Gesel schaft.
Gemäß § 9.2. der Anleihebedingungen der Unternehmensanleihe 14/19 ist jeder
Teilschuldverschreibungsgläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen außerordentlich zu
kündigen und deren sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag, zuzüglich etwaiger bis zum Tage der
Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen, fal s ein Kontrollwechsel („Change of Control") bei
der Emittentin während der Laufzeit der Anleihe stattfindet.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist auf der Konzernwebsite unter
www.beate-uhse.ag im Bereich Investor Relations/Corporate Governance nachzulesen.
Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Die Beate Uhse hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten
Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte
vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung
erhalten.
Hamburg, den 31. März 2016
Cornelis Vlasblom
Dennis van Allemeersch Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Geschäftsverlauf im Jahr 2015 erfüllte die Erwartungen und Ziele der Beate Uhse-Gruppe nicht.
Die zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmten Entscheidungen des Anfang Februar 2016
veröffentlichten Maßnahmenkatalogs sind inzwischen eingeleitet und nahezu vol ständig umgesetzt.
Neben den weitreichenden Schritten zur Kostenreduzierung und dem Abbau der Warenvorräte zur
Stärkung der Innenfinanzierung zählt hierzu insbesondere die konsequente und vollständige
Ausrichtung des Versandgeschäfts auf den für Beate Uhse wichtigsten Vertriebskanal, den E-
Commerce. Mit Unterstützung durch unseren neuen COO Dennis van Allemeersch werden wir Beate
Uhse in den kommenden Jahren weiterentwickeln und die Umsatz- und Ertragslage verbessern.
Wir sprechen an dieser Stel e dem Vorstand und den Mitarbeitern des Beate Uhse Konzerns für ihre
im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit unseren Dank aus.
Kontinuierlich im Dialog

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesel schaft seine Aufgaben
gemäß Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex sorgfältig wahrgenommen. Entsprechend
hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands umfassend begleitet sowie überwacht und
wurde vom Vorstand in al e Entscheidungen und Vorhaben von grundlegender Bedeutung für das
Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte die Mitglieder des Aufsichtsrats
regelmäßig und ausführlich in schriftlicher sowie mündlicher Form über die Lage des Konzerns, die
Geschäftsentwicklung sowie die aktuel e Ertrags- und Finanzsituation. Über die aufgetretenen
Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den verabschiedeten Plänen und Zielen wurde der
Aufsichtsrat umgehend unterrichtet und vom Vorstand über die Ursachen für diese Entwicklung
aufgeklärt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich mit den dargelegten Berichten und
Beschlussvorschlägen des Vorstands umfassend auseinandergesetzt und eigene Anregungen hierzu
beigetragen. Darüber hinaus wurden in den Gremien Schwerpunktthemen wie die Besetzung des
Vorstands sowie das Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung und Umsatzsteigerung sowie die
zukünftige Unternehmensentwicklung diskutiert. Die hierzu vom Vorstand vorgetragenen Berichte
wurden ausführlich behandelt und zudem auf Plausibilität überprüft. Zu den Beschlussvorschlägen
des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen
Bestimmungen beraten und sie im Anschluss verabschiedet. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat
der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung
für den Vorstand erforderlich war.
Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen fand ein regelmäßiger Austausch – persönlich wie
telefonisch – über aktuelle Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Vorsitzenden
des Audit Committees sowie dem Vorstand statt.
Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit in 2015

Der Aufsichtsrat hielt im Berichtszeitraum sechs Aufsichtsratssitzungen ab. Hiervon wurde eine
Sitzung als Telefonkonferenz durchgeführt.
Bis auf eine Ausnahme waren die Mitglieder des Aufsichtsrats an al en Sitzungen vol ständig
anwesend.
Gerard Cok
Udo Bensing
Andreas Bartmann
AR-Sitzung
Teilnahme
** Sitzung Audit C omm ittee Dem Aufsichtsrat lagen alle wesentlichen Informationen zur Geschäftsentwicklung und der aktuel en Lage des Unternehmens vor, sodass die Aufsichtsratsmitglieder zu jeder Zeit umfassend über die Unternehmenssituation informiert waren. Auch im Geschäftsjahr 2015 sind im Aufsichtsrat keine Interessenkonflikte aufgetreten. In den Sitzungen befassten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats insbesondere mit folgenden Themen: 30.03.2015
• Bericht des Audit Committees und des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss 2014 • Feststel ung Einzel- und Konzernabschluss 2014 • Bericht über das Q4-2014 und die laufende Geschäftsentwicklung 2015 • Bericht über die neue E-Commerce Software Hybris 2.0 • Analyse und Bewertung TV-Werbung 2014/2015 • Diskussion um Themen Hauptversammlung 2015 28.04.2015
• Bericht über das erste Quartal 2015 • Bericht über geplante Maßnahmen zur Kostenreduzierung • Bericht über Forecast und Liquiditätsplanung 2015 • Diskussion über TV-Werbung 2015/2016 23.06.2015
• Bericht über die aktuelle Geschäftsentwicklung, Ausblick erstes Halbjahr 2015 • Auswertung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats • Hauptversammlung 2015 25.08.2015
• Bericht über das zweite Quartal 2015 • Aktuel e Geschäftsentwicklung
23.09.2015
• Bericht über das zweite Quartal 2015 nebst aktueller Geschäftsentwicklung • Personalie Serge van der Hooft 27.11.2015
• Bericht über die aktuelle Geschäftsentwicklung • Bericht über Maßnahmen zur Kostenreduzierung • Bericht über die Suche nach einem neuen Mitglied des Vorstands
Audit Committee

Aus Gründen der Arbeitseffizienz hat der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesel schaft im
Geschäftsjahr 2015, wie auch in den Vorjahren, mit dem Audit Committee nur einen einzigen
Ausschuss gebildet. Das Audit Committee besteht aus den drei Aufsichtsratsmitgliedern, den Vorsitz
hat Herr Udo Bensing. Im Berichtszeitraum fand eine Ausschusssitzung statt. Bei der Präsenzsitzung
am 30. März 2015 wurde schwerpunktmäßig der Bericht zum Jahresabschluss 2014 nebst
Prüfungsschwerpunkten behandelt. Die Abschlussprüfer unterrichteten die Mitglieder über die
wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten Fragen. Des Weiteren hat man sich mit den
Vorbereitungen für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 beschäftigt. Zudem hat
sich der Prüfungsausschuss im vergangenen Geschäftsjahr um die Einholung der erforderlichen
Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gekümmert und dessen Qualifikation überprüft.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Audit Committees an mehreren Einzelterminen mit dem
Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand teilgenommen.
Corporate Governance

Wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex gefordert, haben sich die Mitglieder des
Aufsichtsrats im Berichtszeitraum ausführlich mit den kapitalmarkt- und gesel schaftsrechtlichen
Rahmenbedingungen in Deutschland sowie den im Juni 2015 geänderten Anforderungen der neuen
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Die jährliche
Entsprechenserklärung vom 9. März 2016 wurde im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung vom selben
Tage verabschiedet. Den aktuel en Corporate Governance Bericht sowie die Entsprechenserklärung
vom 9. März 2016 finden Sie auf Seite 41 dieses Geschäftsberichts. Darüber hinaus sind diese
Dokumente online auf unserer Internetseite www.beate-uhse.ag im Bereich Investor Relations /
Corporate Governance verfügbar.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Änderungen im Vorstand
Im vergangenen Geschäftsjahr haben sich bei der Besetzung des Vorstands zwei Änderungen
ergeben.
Mit Wirkung zum 31. März 2015 ist Herr Erwin Cok auf eigenen Wunsch als Vorstandsmitglied (COO)
aus dem Unternehmen ausgeschieden. Herr Cok war seit dem 1. April 2013 ad-interim Vorstand der
Beate Uhse Aktiengesel schaft.
Am 23. September 2015 ist Herr Serge van der Hooft auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand
ausgeschieden. Der Aufsichtsrat konnte Herrn van der Hooft dazu gewinnen, zukünftig das
Großhandelssegment der Unternehmensgruppe Beate Uhse zu leiten. Herr van der Hooft war seit
2008 Mitglied des Vorstands der Beate Uhse Aktiengesel schaft.
Zum Ende des Berichtszeitraums hatte der Vorstand ein einziges Mitglied, den Alleinvorstand
Cornelis Vlasblom.
Am 9. März 2016 wurde Herr Dennis van Al emeersch mit Wirkung zum 15. März 2016 als Chief Operating Officer (COO) in den Vorstand berufen. Herr van Al emeersch verantwortet den Bereich B2C (E-Commerce und Einzelhandel) sowie das Projekt- und Prozessmanagement. Cornelis Vlasblom verantwortet als Vorstandsvorsitzender und CFO die strategische Ausrichtung des Konzerns, leitet den Großhandel sowie das Entertainment und führt darüber hinaus die Bereiche Finanzen, Investor Relations, IT, Recht und Personal.
Änderungen im Aufsichtsrat
Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2015 keine Veränderungen. Folglich bestand der Aufsichtsrat
der Beate Uhse Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 aus drei Mitgliedern, dem
Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Gerard Philippus Cok, Herrn Andreas Bartmann (Stellvertretender
Vorsitzender) und Herrn Udo Bensing.
Jahres- und Konzernabschluss

Auf der Hauptversammlung am 29. Juni 2015 wurde gemäß Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats die
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft, München, Zweigniederlassung Hamburg
zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Damit wurde die Deloitte & Touche GmbH
das dritte Jahr in Folge, unter der Leitung des Wirtschaftsprüfers Herrn Christian Dinter, zum
Abschlussprüfer bestellt. Der Jahresabschluss 2015 und Lagebericht (HGB) der Beate Uhse
Aktiengesel schaft sowie der Konzernabschluss 2015 und Konzernlagebericht wurden von der Deloitte
& Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft geprüft und mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen. Ebenso wurde bestätigt, dass der Vorstand die in § 91 Abs. 2 AktG
geforderten Maßnahmen durchgeführt hat. Das vorhandene Überwachungssystem erfül t die
Anforderungen, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft
gefährden könnten.
Dem Aufsichtsrat standen die zu prüfenden Dokumente und die Entwürfe der Prüfungsberichte mit
genügend Zeitvorlauf vor den jeweiligen Sitzungen zur Verfügung. An der Sitzung des Audit
Committees am 29. März 2016 nahm die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft
teil und informierte den Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantwortete
beiden Gremien ihre jeweiligen Fragen. Die Billigung des Abschlusses durch den Aufsichtsrat erfolgte
am 31. März 2016.
Auf Basis der vorbereiteten Unterlagen, des Berichts des Abschlussprüfers und den ausführlichen
Erklärungen des Vorsitzenden des Audit Committees zu den Ergebnissen der Vorprüfung, wurden die
Abschlüsse intensiv von den Mitgliedern des Aufsichtsrats erörtert. Nach einer ausführlichen Prüfung
der Abschlüsse war sich der Aufsichtsrat einig, dass keine Einwände gegen die vom Vorstand
vorgelegten Abschlüsse vorliegen. Entsprechend wurden der vorgelegte Jahresabschluss und der
Konzernabschluss 2015 der Beate Uhse Aktiengesel schaft am 31. März gebilligt. Der
Jahresabschluss der Beate Uhse Aktiengesel schaft ist damit festgestel t. Der Aufsichtsrat folgt dem
Vorschlag des Vorstands, den Bilanzverlust in Höhe 16,15 Mio. Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Consipio Holding B.V., Walsoorden/Niederlande,
über die Höhe der gehaltenen Aktien und im Zusammenhang mit der Mehrheit der tatsächlich im
Rahmen der Hauptversammlung der vergangenen Jahre ausgeübten Stimmrechte, einen Bericht
gemäß § 312 AktG erstel t, aus dem hervorgeht, dass bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten
Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten wurde und keine Maßnahmen getroffen
wurden. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung mit Datum
vom 31. März 2016 schriftlich berichtet und folgenden Vermerk erteilt: „Nach unserer pflichtmäßigen
Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesel schaft nicht unangemessen
hoch war." Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend
Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der
Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.
Hamburg, den 31. März
Ihr
Gerard P. Cok
Vorsitzender des Aufsichtsrats


Corporate Governance

Corporate Governance Bericht

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat die Beate Uhse Aktiengesel schaft an der Weiterentwicklung ihrer
unternehmens- und konzerninternen Corporate Governance gearbeitet. Vorstand, Aufsichtsrat und die
leitenden Mitarbeiter der Beate Uhse Aktiengesellschaft handeln nach den Grundsätzen einer
wertorientierten und transparenten Unternehmensführung. Sie sind sich der besonderen Bedeutung
dieser Grundsätze für die Bewertung und Beurteilung des Unternehmens bei den Stakeholdern
bewusst. Insbesondere die Aktionäre und Fremdkapitalgeber am Kapitalmarkt sowie die
Vertrauenssteigerung bei gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und
in der Öffentlichkeit stehen im Fokus des Managements.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der am 12. Juni 2015 im
Bundesanzeiger bekannt gemachten Fassung folgt die Beate Uhse Aktiengesel schaft mit wenigen
Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Rahmen ihrer Sitzungen mit der Erfül ung des
Kodex befasst und am 09. März 2016 die am Ende dieses Berichts aufgeführte
Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet.
Diese Erklärung ist auch auf der Unternehmenswebsite www.beate-uhse.ag unter Investor Relations /
Corporate Governance wiedergegeben.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt die Beate Uhse Aktiengesel schaft dem
sogenannten „dualen Führungssystem", das durch strikte personel e Trennung zwischen dem
Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist.
Neben den regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen gab es intensive und kontinuierliche Kontakte
zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand. Der Aufsichtsrat war im Geschäftsjahr
2015 zu jedem Zeitpunkt über die Lage der Gesel schaft unterrichtet.
Die strategische Ausrichtung der Gesel schaft wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt.
Während des Geschäftsjahres 2015 gab es zwei zustimmungspflichtige Geschäftsvorfäl e, über die
der Aufsichtsrat einstimmig positiv entschieden hat.
Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. In
Ergänzung hierzu hat die Beate Uhse Aktiengesellschaft für die Mitglieder von Vorstand und
Aufsichtsrat seit mehreren Jahren eine Directors & Officers Liability Insurance (D&O-Versicherung) mit
angemessenem Selbstbehalt abgeschlossen.


Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft besteht aus drei Mitgliedern, die im Anhang (Seite
69 f.) aufgeführt sind. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Vorstand während des
Geschäftsjahres 2015 überwacht sowie aktiv und regelmäßig beraten.
Aus Effizienzgründen hat sich der Aufsichtsrat dazu entschlossen, nur einen Ausschuss, das Audit
Committee, zu bilden.
Die Tätigkeit des Aufsichtsrats bestimmt sich nach den gesetzlichen Erfordernissen des
Aktiengesetzes sowie der Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. In seiner Sitzung
vom 11. November 2013 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat an die
aktuel en Erfordernisse angepasst.
Der Aufsichtsrat trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Diese werden durch den Vorsitzenden mit einer
Frist von 14 Tagen einberufen. Die Einberufung kann schriftlich, telefonisch, per Telefax oder mit Hilfe
sonstiger gebräuchlicher Kommunikationsmittel (z. B. per E-Mail) erfolgen. In der Einberufung sind Ort
und Zeitpunkt der Sitzung sowie die einzelnen Gegenstände der Tagesordnung anzugeben.
Beratungsunterlagen und Beschlussvorlagen sol en in der Regel den Mitgliedern des Aufsichtsrats
spätestens drei Tage vor der Sitzung zugehen. In dringenden Fäl en kann der Vorsitzende die Frist
verkürzen und die Sitzung mündlich oder fernmündlich einberufen.
Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn die drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Die
Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Schriftliche, telefonische, per Telefax
oder mit Hilfe sonstiger gebräuchlicher Kommunikationsmittel (z.B. per E-Mail, Videokonferenz,
Internet) durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen oder die Teilnahme einzelner Mitglieder
des Aufsichtsrats an Sitzungen und Beschlussfassungen unter Nutzung gebräuchlicher
Kommunikationsmittel sind zulässig, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dies im Einzelfall unter
Beachtung einer angemessenen Frist bestimmt.
Über die Beschlüsse des Aufsichtsrats ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden des
Aufsichtsrats oder seinem Stel vertreter zu unterzeichnen ist.
Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft setzt sich derzeit aus Vertretern unterschiedlicher
Nationalität und unterschiedlichen Alters zusammen, die verschiedene Berufe ausüben. Nach
Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder im Aufsichtsrat
vertreten. Interessenkonflikte gab es im Geschäftsjahr 2015 nicht.
Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft hat, wie in der Vergangenheit, keine konkreten
Ziele für seine Zusammensetzung definiert. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung jeweils
die/den Kandidatin/Kandidaten zur Wahl vorschlagen, die/den er nach sorgfältiger Prüfung für am
geeignetsten – unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation – für die zu besetzende
Position im Aufsichtsrat bewertet. Selbstverständlich wird sich der Aufsichtsrat bei seinen
Wahlvorschlägen von den Auswahlkriterien des Deutschen Corporate Governance Kodex leiten
lassen.
Für den Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft wird bis zum 30. Juni 2017 im Hinblick auf die
laufenden Amtszeiten und die Größe des Gremiums vorsorglich eine Frauenquote von 0% festgelegt.

Der Vorstand
Der Vorstand führt das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in
Eigenverantwortung. Er entwickelt die Unternehmensstrategie und sorgt in Abstimmung mit dem
Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat entsprechend der gesetzlichen
Vorgaben des § 90 Abs. 1 und 2 AktG regelmäßig, zeitnah und umfassend in mündlicher und
schriftlicher Form über die Lage des Konzerns, bedeutende Geschäftsvorfäl e, die
Geschäftsentwicklung und die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des
Risikomanagements zu unterrichten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten
Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet.
Der Vorstand hat ein Risikomanagement und -controlling eingeführt, welches kontinuierlich
weiterentwickelt und an die aktuel en Erfordernisse angepasst wird.
Im Geschäftsjahr 2015 bestand der Vorstand aus den Personen Serge van der Hooft (ausgeschieden
am 23.09.2015), Erwin Benjamin Cok (ausgeschieden am 31.03.2015) und Cornelis Vlasblom, dem
Alleinvorstand der Gesellschaft. Am 9. März 2016 konnte Herr Dennis van Allemeersch mit Wirkung
zum 15. März 2016 als Chief Operating Officer (COO) in den Vorstand berufen werden.
Als Grundlage der Arbeit dient eine Geschäftsordnung, die der Aufsichtsrat letztmalig am 27. März
2013 punktuel überarbeitet hat. Interessenkonflikte innerhalb des Gremiums gab es im Geschäftsjahr
2015 nicht.
Im Geschäftsjahr 2015 bestand der Vorstand aus drei Männern. Nach dem Ausscheiden der beiden
Vorstandsmitglieder Serge van der Hooft (ausgeschieden am 23.09.2015) und Erwin Benjamin Cok
(ausgeschieden am 31.03.2015) war der Vorstand zum Bilanzstichtag mit einem Mann besetzt, dem
Alleinvorstand Cornelis Vlasblom. Zur Umsetzung des am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen „Gesetz für
die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft
und im öffentlichen Dienst" hat der Aufsichtsrat für den Vorstand eine bis zum 30. Juni 2017 gültige
Zielquote für den Frauenanteil von 0 Prozent beschlossen.
Der Aufsichtsrat hat dabei jedoch zugleich ein Bekenntnis abgegeben, verstärkt nach fachlich und
persönlich geeigneten Frauen für Vorstandspositionen zu suchen.
Die ersten beiden Führungsebenen (bzw. bei einer flachen Hierarchie die erste Führungsebene)
unterhalb des Vorstands der Beate Uhse Aktiengesel schaft sol en sich bis zum 30. Juni 2017 zu
mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammensetzen.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vergütungsbericht im Lagebericht (Seite 15 ff.) gibt detailliert Auskunft über die individuel en
Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge, Sonderleistungen und Tätigkeiten für den Beate Uhse Konzern.
Die Vergütung des Aufsichtsrats bestimmt sich anhand der Satzung. Informationen zu
Geschäftsbeziehungen zwischen den Organmitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat und dem Beate
Uhse Konzern werden im Anhang (Seite 71) dieses Geschäftsberichts gegeben.
Corporate Social Responsibility
Die Stakeholder erwarten heute zu Recht von Unternehmen, dass diese sich im Rahmen einer
Corporate Social Responsibility sozial und kulturel engagieren. Auch die Beate Uhse
Aktiengesel schaft mit ihrer bis in das Jahr 1946 zurückreichenden Geschichte bekennt sich zu dieser
Verantwortung.
Aktuel konzentriert sich das Management der Beate Uhse Aktiengesel schaft auf die
Umstrukturierung des Unternehmens, um eine nachhaltig positive Umsatz- und Ertragsentwicklung
herbeizuführen. Im Anschluss daran, wird man sich künftig wieder verstärkt der Corporate Social
Responsibilty widmen.
Transparenz und Information der Aktionäre
Die Beate Uhse Aktiengesel schaft setzt die Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die
wirtschaftliche Lage der Gesel schaft in Kenntnis. In jedem Quartal werden die Aktionäre über den
Geschäftsverlauf und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung informiert. Über aktuelle Ereignisse und
neue Entwicklungen informieren zeitnah und transparent Presse- und ggf. Ad-Hoc-Meldungen. Auf der
Unternehmenswebsite www.beate-uhse.ag sind al e relevanten Informationen für die Stakeholder
zusammengefasst abrufbar.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung durch die Deloitte & Touche GmbH
Beate Uhse stellt den Konzernabschluss und die Zwischenberichte nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Hingegen wird
der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der
Beate Uhse Aktiengesel schaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.
Der Aufsichtsrat achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der
Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt
gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2015
hat
Hauptversammlung Wirtschaftsprüfungsgesel schaft, München, Zweigniederlassung Hamburg, zur Wahl vorgeschlagen. Diese hat mit Schreiben vom 21. April 2015 ihre Unabhängigkeit für das Geschäftsjahr 2015 bestätigt. Daneben haben wir für das Berichtsjahr mit dem Abschlussprüfer, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft, München, Zweigniederlassung Hamburg, vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sofort unterrichtet wird, wenn während der Prüfung mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe auftreten, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer hat unverzüglich auch über al e für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststel ungen und Vorkommnisse zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Zudem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu
vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststel t, die eine
Unrichtigkeit der abgegebenen Entsprechenserklärung zur Folge haben.

Entsprechenserklärung Corporate Governance
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesel schaft haben am 09. März.2016 folgende
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft gemäß § 161 AktG
zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Nach § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesel schaft jährlich zu
erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt
gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die
Erklärung ist den Aktionären im Internet auf der Unternehmenswebsite www.beate-uhse.ag dauerhaft
zugänglich.
Vorstand und Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesel schaft erklären gemäß § 161 AktG, dass den
Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in seiner jeweils
gültigen Fassung seit der letzten Entsprechenserklärung am 11. März 2015 mit den nachfolgend
erläuterten Ausnahmen entsprochen wurde und zukünftig entsprochen wird.
Hamburg, den 09. März 2016
Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand
Gerard P. Cok Cornelis Vlasblom
Von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der am 12. Juni
2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Fassung erfül t die Beate Uhse Aktiengesel schaft
derzeit die folgenden Punkte noch nicht:


4.2 – Zusammensetzung des Vorstands
4.2.1 Gemäß des Corporate Governance Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen
und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Im Geschäftsjahr 2015 bestand der Vorstand der Beate
Uhse Aktiengesel schaft aus drei Mitgliedern.
Zwei der drei Mitglieder schieden im Jahresverlauf aus dem Vorstand aus. Zum Bilanzstichtag
bestand der Vorstand aus einem Mitglied. Im März 2016 konnte der Vorstand durch ein weiteres
Vorstandsmitglied wieder auf zwei Mitglieder erweitert werden

5.1.2 und 5.4.1 – Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und
Zusammensetzungskriterien des Aufsichtsrats

Der DCGK empfiehlt die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Die
Beate Uhse Aktiengesel schaft hat hingegen vornehmlich das Interesse, ihre Organe bestmöglich zu
besetzen. Die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder halten
wir weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen
Organtätigkeit nicht mit dem Erreichen einer bestimmten Altersgrenze endet, sondern al ein von den
jeweiligen individuel en Fähigkeiten abhängig ist.
Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft hat, wie in der Vergangenheit, keine konkreten
Ziele für seine Zusammensetzung definiert. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung jeweils
die/den Kandidatin/Kandidaten zur Wahl vorschlagen, die/den er nach sorgfältiger Prüfung für am
geeignetsten – unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation – für die zu besetzende
Position im Aufsichtsrat bewertet. Selbstverständlich wird sich der Aufsichtsrat bei seinen
Wahlvorschlägen von den Auswahlkriterien des Deutschen Corporate Governance Kodex leiten
lassen.
Im Übrigen weisen Vorstand und Aufsichtsrat darauf hin, dass die Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds
eine souveräne Entscheidung der Aktionäre ist.

5.3 - Bildung von Ausschüssen
Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft arbeitet seit dem 10. September 2010
ausschließlich mit dem Audit Committee als qualifiziertem Ausschuss, da der Aufsichtsrat nur aus
drei Personen besteht.

5.4.6 - Nachhaltigkeit erfolgsorientierte Vergütung Aufsichtsrat
Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 DCGK empfiehlt, eine den Aufsichtsratsmitgliedern zugesagte
erfolgsorientierte Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Bei der
Beate Uhse Aktiengesel schaft ist der variable Vergütungsteil der Aufsichtsratsvergütung allein an die
Höhe der jährlichen Dividendenzahlung gekoppelt, die aus unserer Sicht eine sachgerechte
Bezugsgröße darstel t. Es hat sich am Kapitalmarkt aber noch kein allgemein akzeptiertes Modell zur
Verwirklichung einer auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen
Aufsichtsratsvergütung durchgesetzt. Mangels näherer Erläuterung des Kriteriums der Nachhaltigkeit
durch die Kodexkommission wird vorsorglich eine Abweichung erklärt. Die Gesel schaft wird die
Entwicklung zunächst weiter verfolgen.
Aktiengeschäfte von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Berichtsjahr 2015 gingen der Gesel schaft keine Meldungen über Aktiengeschäfte von
Organmitgliedern gemäß § 15a WpHG (Directors‘ Dealings Mitteilungen) zu.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des Vorstands besitzen keine Anteile am Grundkapital.
Hamburg, den 31. März 2016
Für den Aufsichtsrat
Für den Vorstand Cornelis Vlasblom Beate Uhse AG, Hamburg
Bilanz zum 31. Dezember 2015
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Gezeichnetes Kapital Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Nennbetrag eigene Anteile Zur Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter geschaffenes bedingtes Kapital I: EUR 4.000.000,00 (Vorjahr: EUR 4.000.000,00) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Zur Begebung von Wandel- oder Optionschuldverschreibungengeschaffenes bedingtes Kapital II: EUR 35.000.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Rückstellungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 201) davon konvertibel: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr:TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 117) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:TEUR 12.488 (Vorjahr: TEUR 10.886) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:TEUR 1.573 (Vorjahr: TEUR 1.552)davon aus Steuern:TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 385) Beate Uhse AG, Hamburg
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2. Sonstige betriebliche Erträge davon aus Währungsumrechnung:TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 17) 3. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung: TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 54) 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon aus Währungsumrechnung:TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 2) 6. Beteiligungsergebnis 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen:TEUR 2.178 (Vorjahr: TEUR 1.155) 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen:TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 83)davon an verbundene Unternehmen:TEUR 967 (Vorjahr: TEUR 879) 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11. Sonstige Steuern 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 14. Bilanzverlust BEATE UHSE AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG ('Beate Uhse AG')

ANHANG FÜR 2015

Allgemeine Angaben
Die Beate Uhse Aktiengesel schaft, Suhrenkamp 59, 22335 Hamburg, (Beate Uhse AG) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB Nr. 138234 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Aktien der Beate Uhse AG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Daher gelten für die Aufstel ung des Jahresabschlusses ungeachtet der Größenklassen des § 267 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Um die Klarheit der Darstel ung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Beteiligungsergebnis zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das
Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung
unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen der immateriel en Vermögensgegenstände liegen folgende geschätzte Nutzungsdauern zugrunde: Rechte/Lizenzen Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende geschätzte Nutzungsdauern zugrunde: Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 150,00 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro wird der jährlich zu bildende Sammelposten jeweils mit 20 % im Geschäftsjahr und den vier darauf folgenden Jahren linear abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen der Gesel schaft wird zu Anschaffungskosten bzw. zum Nominalwert
oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Stel t sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung nach § 253 Abs. 5 HGB wieder zugeschrieben. Zuschreibungen werden analog zu den Abschreibungen im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten
(Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Al en
risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen; das al gemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag
angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstel en.
Der Nennbetrag von erworbenen eigenen Anteilen ist in einer Vorspalte offen von dem Posten
„Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den
Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde beim Erwerb mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Die den Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Barwerte für Anwartschaften bzw. für laufende
Renten der Versorgungszusagen nach den Pensionsplänen werden von einem Gutachter unter
Berücksichtigung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Pensionsgutachten
errechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen
Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % gemäß der Rückstel ungsabzinsungsverordnung vom 18. Novem-
ber 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % und erwartete
Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4-5 %
berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen al e ungewissen
Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfül ungsbetrags (d.h. einschließlich
zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstel ungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfül ungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf die Aktivierung latenter Steuern aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Geschäftsjahr 2015 in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) verzichtet. Der zur Berechnung der latenten Steuern angewandte Steuersatz beträgt 30,175 % (Vorjahr: 30,175 %). Folgende Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden ermittelt: Zinsswap Pensionsrückstel ung Drohverlust Mieten Rückstel ungen für Abfindungen Für steuerliche Organgesel schaften wurden folgende Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt: Pensionsrückstel ung Rückbauverpflichtung Drohverluste Mietverträge Aus den in der Beate Uhse AG vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen der Gewerbesteuer in Höhe von 27.646.575 Euro und der Körperschaftsteuer in Höhe von 47.084.920 Euro resultieren aktive latente Steuern von 11.418.473 Euro. Im Detailplanungszeitraum ist keine Nutzung möglich. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden bei
Zugang und zum Abschlussstichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4
Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Angaben über den Anteilsbesitz sind aus der beigefügten Aufstellung über den Anteilsbesitz am Schluss dieses Anhangs ersichtlich. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
31.12.2015 31.12.2014
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige sonstige Vermögensgegenstände Summe Forderungen und sonstige
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr fast ausschließlich sonstige Forderungen. 3. Gezeichnetes Kapital
Das vol eingezahlte Grundkapital beträgt 78.074.696 Euro. Es ist eingeteilt in 78.074.696 auf den Inhaber lautende Aktien im Nennbetrag zu je 1,00 Euro. 4. Genehmigtes Kapital
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesel schaft vom 20. August 2012 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesel schaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Juli 2017 um bis zu 39.037.348 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). 5. Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juli 2013 um bis zu 4.000.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.000.000 Inhaberaktien (Stammaktien) der Gesel schaft im Nennbetrag von je 1 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2013, zu deren Ausgabe der Vorstand und, im Fal e der Ausgabe an Mitglieder des Vorstands, der Aufsichtsrat mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juli 2013 gemäß Ziffer 8.3 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Juli 2013 gemäß Ziffer 8.3 gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesel schaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Lieferung eigener Aktien oder durch Barzahlung erfül t. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand der Gesel schaft ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen, es sei denn, es sol en Aktienoptionsrechte und Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesel schaft ausgegeben werden; in diesem Fal legt der Aufsichtsrat die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung fest. Im Geschäftsjahr 2015 sind keine Ausgaben von Aktienoptionsrechten erfolgt. Darüber hinaus ist das Grundkapital der Gesel schaft mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 um bis zu 35.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 35.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im Nennbetrag von jeweils 1,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 unter Tagesordnungspunkt 6 ausgegeben werden. Danach wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte (zusammen „Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbeschränkung im Gesamtnennbetrag von bis zu 60.000.000,00 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungs- bzw. Bezugspflichten) auf auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem Gesamtnennwert des Grundkapitals von insgesamt bis zu 35.000.000,00 Euro nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. In dem vorgenannten Beschluss wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in bestimmten in der Ermächtigung näher bezeichneten Fällen, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die notarielle Niederschrift der Hauptversammlung vom 29. Juni 2015 mit dem Beschluss über die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und über die Schaffung eines Bedingten Kapitals 2015 wurde beim Handelsregister bei dem Amtsgericht Hamburg (HRB 138234) hinterlegt. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen ist im Geschäftsjahr 2015 nicht erfolgt. 6. Eigene Anteile
Im Zuge des Börsengangs wurden bereits am 27. Mai 1999 mit Ermächtigung durch damaligen Hauptversammlungsbeschluss eigene Anteile für den Verkauf an Geschäftspartner und Kunden erworben. Im Dezember 2001 sowie im Januar 2002 wurden weitere eigene Anteile zum Zweck von Akquisitionen, wechselseitigen Beteiligungen oder für andere Schritte zur strategischen Unternehmensentwicklung erworben. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfal enden anteiligen Betrag des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder – fal s dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals von 10 Prozent beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen ein- oder mehrmals ausgeübt werden, auch durch Konzerngesel schaften oder für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesel schaften handelnde Dritte. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet am 30. Juni 2019. Der Bestand hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht verändert und stellt sich wie folgt dar: Betrag des Grund- Daneben hält das Tochterunternehmen Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg, Aktien der
Beate Uhse AG für den Verkauf an Kunden. Der Bestand hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht
verändert und stellt sich wie folgt dar:
Betrag des Grund- Anteil am Grund- 7. Kapitalrücklage
Im Zuge der im Geschäftsjahr 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung, deren Eintragung im Handelsregister am 13. Februar 2008 erfolgte, wurden 23.661.000 Stück Aktien zu einem Nennwert von 1,00 Euro und einem Bezugspreis von 1,15 Euro je Aktie ausgegeben. Der den Nennwert übersteigende Betrag wurde in Höhe von insgesamt 3.549.150,00 Euro in die Kapitalrücklage eingestel t. Nach Durchführung der im Februar 2009 beschlossenen Kapitalerhöhung um 7.090.000 Aktien zum Nennwert von 1,00 Euro im Zuge des Erwerbs der Playhouse Gruppe wurde die Differenz zwischen dem Nennwert und dem am 1. April 2009 (Erwerbszeitpunkt) gültigen Kurswert von 0,63 Euro in Summe von -2.623 TEUR mit der Kapitalrücklage verrechnet. Im Geschäftsjahr 2012 wurden durch Beschluss des Vorstands vom 5. Dezember 2012 59.759.122,16 Euro aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich eines Teils des Bilanzverlustes verwandt. Die Kapitalrücklage beträgt demnach zum 31. Dezember 2015 unverändert 8.000.000,00 Euro. 8. Bilanzverlust
Der Bilanzverlust enthält den Verlustvortrag in Höhe von 140 TEuro (Vorjahr: 1.558 TEuro). 9. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
31.12.2015
31.12.2014
Rückstel ungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Grundlage der Pensionsrückstellung ist die einheitliche Versorgungsregelung der Beate Uhse-
Gruppe. Das Versorgungswerk wurde im Dezember 1978 für Neuzugänge geschlossen.
Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten „Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen dargestellt: Rechnungszinssatz p.a. Anwartschaftstrend p.a. Rententrend p.a. Fluktuation p.a. Invalidität oder Tod Heubeck-Tafeln 2005G 31.12.2015
31.12.2014
Rückstel ungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer Sonstige Rückstellungen
31.12.2015
31.12.2014
Jahresabschlusskosten und Steuerberatung Drohverluste (Payer-Swap) Lohnsteuerprüfung Urlaub/Mehrstundenansprüche von Mitarbeitern Geschäftsbericht Rechtsanwaltskosten Drohverluste (Mietzahlungen) Summe sonstige Rückstellungen
10. Verbindlichkeiten
davon bis
davon bis
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern) (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Anleihen haben eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren. Zur Neufinanzierung wurde mit Valuta zum 9. Juli 2014 eine unbesicherte Unternehmensanleihe in einem Umfang von 30,0 Mio. Euro bei institutionellen Investoren und Privatanlegern platziert. Die Unternehmensanleihe hat insgesamt eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit einem Zinssatz von 7,75 % p.a. auf den Nennbetrag verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im
Wesentlichen aus der Darlehensvergabe von Tochterunternehmen abzüglich Forderungen aus den
bestehenden Ergebnisabführungsverträgen.
11. Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2015
31.12.2014
12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse
Die nicht in der Bilanz enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zum 31.
Dezember 2015 wie folgt zusammen:
und später Gesamt Zinsen aus Anleihe Mieten für Räume Einrichtungen/Leasing Wartung, Reinigung und Instandhaltung Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Wechselbürgschaften Summe Haftungsverhältnisse
(davon für verbundene Unternehmen) Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung der verbundenen Unternehmen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. 13. Derivative Finanzinstrumente
Es bestehen folgende derivative Finanzinstrumente gemäß § 285 Nr. 19 HGB: Zur Absicherung von Zinsrisiken von Finanzverpflichtungen
Seit der Umfinanzierung der bilateralen Kredite durch den im Februar 2008 geschlossenen Konsortialkredit bestehen für alle Payer-Swaps keine effektiven Sicherungsbeziehungen mehr. Die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Marktwerte von -3 TEuro (Vorjahr: -41 TEuro) wurden in der Bilanz unter den sonstigen Rückstel ungen ausgewiesen. Der Marktwert der Swaps wird auf Basis von aktuel en Marktwerten unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt. Bei einem gegenüber dem Vorjahresende deutlich gesunkenen 3-Monats-Euribor ist die Verminderung der negativen Marktwerte auf die reduzierten Nominalwerte und Restlaufzeiten zurückzuführen. In tausend Euro Art des Swaps
Höhe per
Laufzeit
31.12.2015
Zeitwert per
31.12.2015
31. Januar 2006 - 30. März 2016 9. Februar 2006 - 30. März 2016 Insgesamt
Absicherung von Währungsrisiken aus Zahlungsverpflichtungen
Im Geschäftsjahr 2015 wurde zwischen der Beate Uhse AG und der Rabobank Almere eine Vereinbarung über eine Währungsabsicherung des US-Dol ar geschlossen. Ab dem 3. September 2015 bis zum 21. Juli 2016 erwirbt die Beate Uhse AG von der Rabobank al e zwei Wochen 1 Mio. US-Dol ar zu einem Preis von 904.404,45 Euro (Kurs 1,10570). Der beizulegende Zeitwert des Derivats beträgt zum 31. Dezember 2015 161 TEuro. Der Marktwert wurde auf Basis des Dol arkurses am 31. Dezember 2015 bestimmt. Nach wie vor ist es Politik der Beate Uhse AG, dass kein Handel mit Finanzinstrumenten betrieben wird. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
14. Umsatzerlöse
Umlage Betriebskosten Lizenzgebühren verbundene Unternehmen Summe Umsatzerlöse
15. Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus dem Abgang Kondomeriet A.S. Erlöse Lizenzen Kursgewinne/Erträge aus Währungsumrechnung Erträge aus Herabsetzung der EWB Summe übrige betriebliche Erträge
Auflösung von Rückstel ungen Erträge Abgang Anlagevermögen Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen Summe periodenfremde Erträge
Summe sonstige betriebliche Erträge
16. Personalaufwand
Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung Summe Personalaufwand
(davon für Altersversorgung) 17. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten Zuführung EWB Forderungen verb. Unternehmen Umlage Personalkosten Umlage Betriebskosten Beiträge, Gebühren Kosten des Geldverkehrs Kursverluste/Aufwendungen aus Währungsumrechnung Summe übrige betriebliche Aufwendungen
Verlust aus Anlagenabgängen Summe periodenfremde Aufwendungen
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen
18. Beteiligungsergebnis
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
Versa Distanzhandel GmbH, Flensburg Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg Summe Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagevermögen
Zuschreibung auf Beteiligung der Beate Uhse BV, Walsoorden/Niederlande Zuschreibung auf Beteiligung der Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg Zuschreibung auf Beteiligung der Beate Uhse Franchise GmbH & Co. KG, Flensburg Zuschreibung auf Beteiligung der tmc Content Group AG, Baar/Schweiz Zuschreibung auf Ausleihung an ZBF GmbH, Wiesbaden Zuschreibung auf Ausleihung an Beate Uhse Italien Summe Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagevermögen
Beteiligungserträge der tmc Content Group AG, Baar/Schweiz Summe Beteiligungserträge
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Lebenslust Retail GmbH, Flensburg Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg Summe Aufwendungen aus Verlustübernahme
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der Beate Uhse B.V., Walsoorden/Niederlande Außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der Franchise GmbH & Co. KG, Flensburg Außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg Summe Abschreibungen auf Finanzanlagen
Summe Beteiligungsergebnis
19. Zinsergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen) Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon an verbundene Unternehmen) (davon aus der Aufzinsung langfristiger Rückstel ungen) Summe Zinsergebnis
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag) Betriebsprüfung Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
21. Sonstige Steuern
Umsatzsteuer Vorjahre BP Summe Sonstige Steuern
Sonstige Angaben
Veröffentlichung gemäß § 21 WpHG
Im Geschäftsjahr 2015 gingen folgende Meldungen gemäß § 21 WpHG bei der Gesel schaft ein: Die UniCredit Bank AG, München, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Mai 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 6. Mai 2015 die Schwel e von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,78058 % (das entspricht 3.732.421 Stimmrechten) betragen hat. Die UniCredit S.p.A, Rom, Italien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Mai 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 6. Mai 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,78058 % (das entspricht 3.732.421 Stimmrechten) betragen hat. 4,78058 % der Stimmrechte (das entspricht 3.732.421 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: UniCredit Bank AG. Die Th. B. H. Ruzette Holding B.V., Tiel, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. August 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 20. April 2015 die Schwelle von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat. Herr Theodorus B. H. Ruzette, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. August 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 20. April 2015 die Schwel e von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat. Die UniCredit Bank AG, München, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Hamburg, Deutschland, am 12. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,71535 % (das entspricht 2.120.000 Stimmrechten) betragen hat. Die UniCredit S.p.A., Rom, Italien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Hamburg, Deutschland, am 12. Oktober 2015 die Schwel e von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,71535 % (das entspricht 2.120.000 Stimmrechten) betragen hat. 2,71535 % der Stimmrechte (das entspricht 2.120.000 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. In Vorjahren eingegangene Meldungen bestehender Beteiligungen gemäß § 20 AktG bzw.
21 WpHG:

Die Global Vastgoed B.V., 4004 JV Tiel, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Oktober 2009 (Korrektur der Meldungen vom 6. April) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, ISIN: DE0007551400, WKN: 755140, am 11. März 2009 die Schwel e von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,08745 % (7.095.000 Stimmrechte) beträgt. Die W.J.M. Kroes Holding B.V., Tiel, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 21. Oktober 2009 (Korrektur der Meldungen vom 29. Mai 2009) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, ISIN: DE0007551400, WKN: 755140, am 11. März 2009 die Schwel e von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,08745 % (7.095.000 Stimmrechte) beträgt. Von diesen Stimmrechten werden 9,08745 % (7.095.000 Stimmrechte) der W.J.M. Kroes Holding B.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Ihr zugerechnete Stimmrechte werden von der folgenden, von ihr kontrol ierten Gesel schaft gehalten, deren Stimmrechtsanteile an der Beate Uhse AG 3 % oder mehr betragen: Global Vastgoed B.V. Herr Walter Johannes Maria Kroes, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 21. Oktober 2009 (Korrektur der Meldungen vom 21. Juli 2009) mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, ISIN: DE0007551400, WKN: 755140, am 11. März 2009 die Schwel e von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,08745 % (7.095.000 Stimmrechte) beträgt. Von diesen Stimmrechten werden ihm 9,08745 % (7.095.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Ihm zugerechnete Stimmrechte werden von den folgenden, von ihm kontrol ierten Gesel schaften gehalten, deren Stimmrechtsanteile an der Beate Uhse AG 3 % oder mehr betragen: Global Vastgoed B.V., W.J.M. Kroes Holding B.V. Herr Edouard A. Stöckli, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 23. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,47 % (das entspricht 367.667 Stimmrechten) betragen hat. Die Venus Hyggelig GmbH, Kiel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland am 23. Dezember 2011 die Schwelle von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,11 % (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) betragen hat. Die Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Förderungs GmbH & Co KG, Kiel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 23. Dezember 2012 die Schwel e von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,11 % (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) betragen hat. 13,11 % der Stimmrechte (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Venus Hyggelig GmbH zuzurechnen. Die Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 23. Dezember 2011 die Schwel e von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,11 % (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) betragen hat. 13,11 % der Stimmrechte (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Venus Hyggelig GmbH, 13,11 % der Stimmrechte (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Venus Hyggelig GmbH über die Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Förderungs GmbH & Co. KG zuzurechnen. Die Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Kiel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 23. Dezember 2011 die Schwel e von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,11 % (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) betragen hat. 13,11 % der Stimmrechte (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Venus Hyggelig GmbH über die Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Förderungs GmbH & Co. KG zuzurechnen. Die Verwaltungsgesel schaft der schleswig-holsteinischen Sparkassenorganisation GbR, Kiel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 23. Dezember 2011 die Schwel e von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,11 % (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) betragen hat. 13,11 % der Stimmrechte (das entspricht 10.237.617 Stimmrechten) sind der Gesel schaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Venus Hyggelig GmbH über die Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Förderungs GmbH & Co. KG und Schleswig-Holsteinische Sparkassen-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH zuzurechnen. Die Consipio Holding B.V., Walsoorden, Niederlande, hat uns am 12. April 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, ISIN: DE0007551400; WKN: 755140, am 12. April 2013 29,66 % (das entspricht 23.157.309 Stimmrechten) betragen hat. Diese Meldung aktualisiert die Stimmrechtsmitteilung der Consipio Holding B.V. gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 14. März 2008. Die Rotermund Holding AG in Nachtragsliquidation, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. März 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 21. März 2014 die Schwel e von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,82 % (das entspricht 2.200.839 Stimmrechten) betragen hat. Herr Reuben Rotermund hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. April 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Beate Uhse AG, Flensburg, Deutschland, am 21. März 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,82 % (das entspricht 2.200.839 Stimmrechten) betragen hat. 2,82 % der Stimmrechte (das entspricht 2.200.839 Stimmrechten) sind Herrn Rotermund gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. In Folge der am 11. März 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung haben sich die vorgenannten prozentualen Beteiligungen ggfs. entsprechend geändert. Angaben zu den Organen
Dem Vorstand der Gesel schaft gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:
Serge van der Hooft
CEO – Chief Executive Officer Vorstand Operatives Geschäft B2B, Finanzvorstand, Vorstandsvorsitzender Ausgeschieden am 23. September 2015 Erwin Benjamin Cok
COO - Chief Operating Officer Vorstand operatives Geschäft B2C, Marketing Ausgeschieden am 31. März 2015 Cornelis Vlasblom
CFO - Chief Financial Officer Finance, IT, Legal, Operations, Logistics, Human Resources Herr Vlasblom hat jeweils die Aufgaben der ausgeschiedenen Vorstände übernommen. Seit dem 15. März 2016 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Cornelis Vlasblom
Vorstandsvorsitzender Chief Financial Officer Dennis van Allemeersch
Chief Operating Officer Die im Geschäftsjahr 2015 gezahlten Vorstandsbezüge des Herrn Serge van der Hooft betrugen 150,1 TEuro (Vorjahr: 200 TEuro). Erfolgsbezogene Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015 wurden nicht gezahlt. Nebenleistungen erhielt Herr van der Hooft in Form eines Dienstwagens sowie Spesenvergütungen (Sachbezugswert 9,1 TEuro, Vorjahr: 12,1 TEuro). Die im Geschäftsjahr 2015 gezahlten Vorstandsbezüge des Herrn Erwin Benjamin Cok betrugen 58,5 TEuro Vorjahr: 234 TEuro). Erfolgsbezogene Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015 wurden nicht gezahlt. Nebenleistungen erhielt Herr Cok in Form einer Vergütung von 6 TEuro (Vorjahr: 24 TEuro) für seinen PKW. Die im Geschäftsjahr 2015 gezahlten Vorstandsbezüge des Herrn Cornelius Vlasblom betrugen 195,5 TEuro (Vorjahr: 196 TEuro). Erfolgsbezogene Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015 wurden nicht gezahlt. Nebenleistungen erhielt Herr Vlasblom in Form eines Dienstwagens sowie Spesenvergütungen (Sachbezugswert 2,4 TEuro, Vorjahr: 2,4 TEuro). Die Summe der Vorstandsgehälter betrug im Geschäftsjahr 2015 404,1 TEuro (Vorjahr: 630 TEuro) Gehalt, 6 TEuro (Vorjahr: 24 TEuro) Aufwandsvergütung für einen PKW und 11,5 TEuro (Vorjahr: 14,5 TEuro) Sachbezugswerte. Erfolgsbezogene Vergütungen wurden nicht gezahlt. Für frühere Organmitglieder der Beate Uhse Aktiengesel schaft bestehen Pensionsrückstel ungen von 741 TEuro (Vorjahr: 746 TEuro). Die Pensionsbezüge dieser Organmitglieder betrugen für das Geschäftsjahr 2015 81 TEuro (Vorjahr: 81 TEuro). Der Aufsichtsrat wurde 2015 von folgenden Mitgliedern besetzt:
Gerard Philippus Cok
Knokke-Heist, Belgien Mitglied in de Raad van Bestuur der Accentis N.V., Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Audit Committees Andreas Bartmann
Geschäftsführer Globetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH, Hamburg Mitglied des Audit Committees stel vertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Udo H. Bensing
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Geschäftsführer Taxon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg Vorsitzender des Audit Committees Der Aufsichtsrat der Beate Uhse Aktiengesellschaft arbeitet seit dem 10. September 2010 ausschließlich mit dem Audit Committee als qualifiziertem Ausschuss. Aufgrund der geringen Anzahl an Aufsichtsratsmitgliedern hat sich der Aufsichtsrat entschieden, alle Sachthemen im gesamten Gremium zu erarbeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind Mitglieder in folgenden weiteren Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Gerard Philippus Cok Mitglied in de Raad van Bestuur (Verwaltungsrat) der Accentis NV, Ieper,
Belgien
Andreas Bartmann
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine jährliche feste Vergütung von 7,5 TEuro. Als variabler Bestandteil erhalten die Aufsichtsratsmitglieder zusätzlich eine dividendenabhängige Vergütung in Höhe von 1 TEuro pro Cent über 7 Cent Dividende. Der Vorsitzende erhält das 1,5-fache, sein Stel vertreter Gesamtvergütung Aufsichtsratsmitglieder, die Mitglieder im Audit Committee sind, erhalten zusätzlich einen jährlichen Festbetrag von 7,5 TEuro, der Ausschussvorsitzende 11,25 TEuro. Die Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2015 betrugen 54,4 TEuro. Ein variabler Bestandteil wurde nicht gezahlt. Es erhielten der Aufsichtsratsvorsitzende 18,8 TEuro, der Stel vertreter 16,8 TEuro, das übrige Aufsichtsratsmitglied 18,8 TEuro. Anteilsbesitz von Organmitgliedern
Organmitglieder hielten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 keine Aktien. Honorare des Abschlussprüfers
Der für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Honoraraufwand für den Abschlussprüfer der Beate Uhse Aktiengesel schaft, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesel schaft, München, Zweigniederlassung Hamburg, beläuft sich auf 132 TEUR und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (110 Teuro; davon 8 TEuro für Vorjahre) sowie sonstige Leistungen (22 TEuro). Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine marktunüblichen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Angaben zu Arbeitnehmern
Leitende Angestellte Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich, zuletzt am 9. März 2016 abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten der Gesel schaft dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sonstige Angaben
Die Beate Uhse AG erstel t und veröffentlicht einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), der in Anwendung von § 315a HGB eine befreiende Wirkung für die Pflicht zur Aufstel ung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht hat. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses
Der Hauptversammlung sol vorgeschlagen werden, den Bilanzverlust der Beate Uhse AG von -16.151.777,78 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Hamburg, den 31. März 2016 Cornelis Vlasblom Dennis van Allemeersch Abgänge Zuschreibungen Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzenan solchen Rechten und Werten 1.693.482,35 35.991,00 1.693.482,35 35.991,00 S achanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.841,07 15.683,50 13.200,00 15.199,83 13.200,00 413.841,07 15.683,50 13.200,00 15.199,83 13.200,00 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 147.318.142,02 48.063.642,69 5.864.400,00 65.076.286,77 82.241.855,25 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 168.161,00 19.431.484,30 Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 425.616,56 25.783,00 179.591.042,88 25.783,00 0,00 179.616.825,88 70.321.439,73 8.690.712,74 84.507.771,07 95.109.054,81 109.269.603,15 181.698.366,30 77.457,50 13.200,00 181.762.623,80 72.294.230,82 22.898.413,20 13.200,00 8.690.712,74 86.488.731,28 95.273.892,52 109.404.135,48 Beate Uhse Aktiengesellschaft, Hamburg
Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31.12.2015

Jahresfehlbetrag Direkte Beteiligungen
Beate Uhse BV, Walsoorden, Niederlande
Beate Uhse EHs GmbH, Flensburg Beate Uhse Franchise GmbH & Co. KG, Flensburg Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg Lebenslust Retail GmbH, Flensburg MJP Medien- Produktions- und Vertriebs GmbH & Co. KG, Eschenburg Scala Beteiligungs GmbH, Flensburg tmc Content Group AG, Baar, Schweiz Versa Distanzhandel GmbH, Flensburg Indirekte Beteiligungen
über Beate Uhse BV
Global Distributors Netherlands BV, Tiel, Niederlande
Global Internet BV, Tiel, Niederlande Ladies Night Deutschland BV, Tiel, Niederlande Teilkonzern Beate Uhse Retail Holding BV - über Beate Uhse BV
Beate Uhse Ltd., Birmingham, Großbritannien
Beate Uhse Retail Holding BV, Walsoorden, Niederlande Christine le Duc BV, Walsoorden, Niederlande Gezed BV, Amsterdam, Niederlande Retail Belgie BVBA, Brügge, Belgien RT BVBA, Brüssel, Belgien Teilkonzern Gezed Holding BV - über Beate Uhse BV)
Beate Uhse Licensing BV (vormals Adult Video Netherlands Productions BV), Almere, Nied1e0rla
Gezed Holding BV, Amsterdam, Niederlande Scala Agenturen BV, Almere, Niederlande Scala Agenturen UK Ltd., Birmingham, Großbritannien Teilkonzern Scandinavia AB - über Teilkonzern Gezed Holding BV
Beate Uhse OY, Helsinki, Finnland
Beate Uhse Scandinavia AB, Täby, Schweden Teilkonzern Pabo BV - über Beate Uhse BV
Beate Uhse Poland BV, Walsoorden, Niederlande
Beate Uhse United Kingdom BV, Walsoorden, Niederlande Beate Uhse VHsgesel schaft mbH, Innsbruck, Österreich Calston Industries Inc., Toronto, Kanada Pabo BV, Hulst, Niederlande Pabo BVBA, Kieldrecht, Belgien Pabo Holding BV, Hulst, Niederlande Pabo Services SARL, Tourcoing, Frankreich Pabo SASU, Tourcoing, Frankreich Service Company Poland S.p.o.o.
über Pabo BV
MCLS Direct marketing N.V., Belgien
über Beate Uhse EHs GmbH
Beate Uhse Fun Center GmbH, Flensburg
Erotic Delite AG, Haag, Schweiz über Beate Uhse new medi@ GmbH
COM VTX Multi Media BV, Rotterdam, Niederlande
D.N.I. Dutch Net Info BV, Rotterdam, Niederlande M.O.S. Media Online Services BV, Hoorn, Niederlande über Beate Uhse Franchise GmbH & Co. KG
BUG Service GmbH (vormals Lebenslust GmbH), Flensburg
ZBF Zeitschrift- Buch- und Film Vertriebs GmbH, Wiesbaden V = vollkonsolidiertE = Ausweis und Bewertung gemäß §§ 311, 312 HGB - = kein Einbezug gemäß § 296 Abs. 2 HGB sowie § 311 Abs. 2 HGB 1) Umrechnung zu historischen Kursen2) Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme durch die Beate Uhse Aktiengesellschaft 3) Es handelt sich um Angaben aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2013. Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 lag nicht vor.
4) Es handelt sich um Angaben aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2014 umgerechnet in TEUR5) 99,5 % der Anteile werden von der Beate Uhse Retail Holding BV und 0,5 % von der Beate Uhse BV gehalten.
6) Es handelt sich um Angaben aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2010 in TCAD. Der akutelle Jahresabschluss lag nicht vor.
7) 99,9 % der Anteile werden von der Pabo Holding BV und 0,1 % von der Beate Uhse BV gehalten.
8) Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme durch die Beate Uhse EHs GmbH9) Diese Gesellschaft ist inaktiv.
10) Keine Angaben wegen Geringfügigkeit.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Beate Uhse Aktiengesel schaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstel ung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesel schaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesel schaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrol systems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstel ung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Beate Uhse Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesel schaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stel t die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Hamburg, den 31. März 2016
Deloitte & Touche
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Bilanzeid
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Flensburg, den 31. März 2015 Cornelis Vlasblom Dennis van Allemeersch

Source: http://www.beate-uhse.ag/files/bilder/investor_relations/Publications%20EN/Quartalsberichte%20ENG/20160331_Beate%20Uhse%20Jahresabschluss_2015_ERS.pdf

Abstract:

Comparison of the Efficiency and Accuracy of Three Estrous Detection Methods to Indicate Ovulation in Beef Cattle 1 George A. Perry2Department of Animal and Range Sciences BEEF 2005 - 24 of estrous detection aids can correctly identify the majority of animals that will ovulate. The ability to successfully artificially inseminate

Bb feb 2010 -

The population biologyof Common Sandpipersin Britain T. W. Dougall, P. K. Holland and D. W. Yalden Abstract The population biology of Common Sandpipers Actitis hypoleucos hasbeen studied, especially by colour-ringing breeding adults, at two sites, in the PeakDistrict and in the Scottish Borders. Adults are usually site-faithful, males more sothan females, contributing to a good apparent survival rate (72% and 67%,respectively). Some, at least, return to breed at one year old, but usually not to thesite where they hatched. The population in Britain seems to be in slow decline,most obviously indicated by a contraction along the edges of its range, whichresults especially from poor recruitment of young birds. This does not seem to bedue to poorer breeding success, but it is uncertain whether it is caused by a subtleeffect of climate change, change in quality of stopover sites on migration, orchanges in wintering habitat. Since we don't know precisely where British birdsspend the winter, the last possibility is especially hard to evaluate.