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Gibt es depressive Tiere? Wird es Fischen nie langweilig? Darf man Menschenaffen einsperren? Interview mit Olivier Pagan, dem Direktor des Basler Zoos «Als Direktor muss man einen Panzer entwickeln»: Olivier Pagan im Basler Zoo



etwas engagiert, egal was, gibt es Gegner. Dian Fossey, die sich Dann lassen Sie zu, dass sich Tiere paaren, obwohl Sie wis-
für Berggorillas in Ruanda einsetzte, wurde von Menschen ermor- sen, dass man die Jungen töten muss?
det, die andere Interessen hatten. Ich will mich nicht mit ihr ver- Es wird alles versucht, um das zu verhindern. Wenn das Seelöwen- gleichen. Es ist gefährlicher, mit dem Auto von Basel nach weibchen nach der Geburt wieder brünstig ist, wird der Seelö- Zürich zu fahren, als Zoodirektor zu sein.
wenbulle hormonell kastriert, damit nicht noch ein Junges ent- Der Zoodirektor von Kopenhagen erhielt ebenfalls Mord-
steht. Dasselbe bei Menschenaffen: Ihnen wird die Antibabypille drohungen, als er in diesem Frühling ein Giraffenbaby
verabreicht. Zum Artenschutz gehört das Regulieren einer Popu- namens Marius den Löwen verfütterte. Die Schlagzeile um
lation, da muss man mit Verlusten rechnen. Das Jungtier, das aus Marius verdrängte den Bürgerkrieg in Syrien aus den
verschiedenen Gründen nicht an einen geeigneten Ort vermit- Medien. Können Sie das verstehen?
telt werden kann, wird getötet und verfüttert. Die Verantwortung, Seit es zoologische Gärten gibt, werden Tiere geschlachtet und die wir haben, besteht nicht darin, jedes Tierleben um jeden Preis in den internen Nahrungskreislauf eingebracht. Auch in der Wild- «Korallenfische langweilen sich? zu erhalten. Kaum ein Tier in der Natur stirbt an einem Alters- nis kommt es vor, dass ein Löwe eine Giraffe reisst, viele kennen Das sagen Sie nur, weil Sie nicht genug tod. Wir müssen dafür sorgen, dass die Lebensspanne, die das das aus Tierdokumentationen. Regt sich da jemand auf? Nein. Tier bei uns im Zoo Basel verbringt, top ist.
über sie wissen. In den Aquarien Ein Löwe isst nun mal keinen Tofu. Was mir auffällt, sind die vie- Ein Gorillababy verfüttern: Wie würden Sie sich dabei
len Widersprüche, die aufblitzen, sobald so etwas wie mit Marius gibt es Verstecke, es gibt Auseinander- geschieht. Giraffen, Löwen oder Flusspferde lösen bei Men- setzungen, Paarungen – das ganze Beim Gorilla können wir die Geburtenabstände sehr gut regu- schen gewisse Gefühle aus, doch haben sie deshalb mehr Recht lieren, weil wir das von uns Menschen kennen. Die Pille wirkt bei Fischleben, von A bis Z.» auf Leben als ein Kalb oder ein Schaf? Ist es nicht arrogant, sich Gorillafrauen ohne Nebenwirkungen. Damit will ich nicht behaup- über die Giraffe zu empören, gleichzeitig aber ein Pferdesteak in ten, dass die Gorilla- oder Schimpansenpopulation nie mit ande- der Pfanne zu braten? Und was ist mit den Fischen, die die See- ren Massnahmen reguliert werden muss. Jetzt stellen Sie sich vor, hunde erhalten, wieso kümmert sich niemand um die? Es gibt dass tatsächlich einmal der Tag kommen wird, an dem die Mensch- Besucher, die haben Mitleid mit den Mäusen in unseren Schlan- heit aufwacht und merkt, dass es zum Beispiel keine Orang- gengehegen. Wenn sie von Mitarbeitern, die das zufällig beob- Utans mehr gibt, weil wir es nicht geschafft haben, die Abhol- achten, darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich nicht um zung auf Sumatra zu stoppen. Dann wird man sich darauf besin- «süsse Mäuse», sondern um Ratten handelt, sagen sie: «Dann ist nen, dass es noch einige in den Zoos gibt. Aber was, wenn bei uns ja alles gut.» Diese von Menschen gemachte Hierarchisierung auch keine fortpflanzungsfähigen Orang-Utans mehr leben, weil im Tierreich, die halte ich für bedenklich. Sie entzieht sich jeder wir alle zu früh kastriert haben, aus Angst, es könne ein überschüs- siges Junges geben? Was dann?
Die radikalsten Tierschützer argumentieren so: Wenn eine
Tierart in Freiheit nicht mehr leben kann, weil die Men-

Gespräch SACHA BAT THYAN Y In der Natur mag es der Lauf der Dinge sein, dass ein schen ihre Lebensgrundlage zerstören, dann lässt man sie
Bilder LINUS BILL Giraffenbaby von Löwen gefressen wird, deshalb regt sich eben aussterben. Darwin.
Das Magazin — Herr Pagan, gibt man Ihren Namen bei
niemand auf. Aber Ihr Zoo ist nicht Natur. Basel ist nicht Ich finde das schade. Es würde ja nicht nur der Orang-Utan ver-
Google ein, stösst man früher oder später auf eine Mord-
schwinden, sondern auch eine Wanzenart, die in diesem Lebens- Wir werden nie Natur sein. Unsere Aufgabe ist es, die Natur zu raum zu Hause ist, und mit ihr Tausende andere Lebewesen. Und Olivier Pagan — Ach ja? übersetzen. Wenn wir ein Gehege zur Verfügung stellen, struktu- wir schauen einfach zu und tun nichts? Bravo.
Darf ich vorlesen? «Sollte der Basler Zoo nicht freiwillig
rieren wir es so, dass sich das Tier wohlfühlt, dass es sein Verhal- Was geht verloren, wenn eine Tierart verloren geht?
schliessen, werden wir für dessen Schliessung sorgen. Und
tensrepertoire ausleben kann. Ein Affe braucht Klettermöglich- Die Biodiversität wird kleiner. Wenn der Lebensraum des Bisons Dr. Olivier Pagan (Direktor) soll eine schnelle und schmerz-
keiten. Ob das nun lebende Bäume sind, wie in der Natur, oder verschwindet, verschwindet auch unser Lebensraum. Wenn wir lose Selbstjustiz im eigenen warmen Bett erfahren.»
Seile, wie im Zoo, ist sekundär. Wichtig ist: Der Affe muss klet- zusehen, wie Tierarten aussterben, weil wir noch mehr Palmöl- Jetzt fällt es mir wieder ein, ich muss es verdrängt haben, solche tern können.
Plantagen anbauen, sägen wir am Ende an unserer eigenen Grund- Drohungen kommen sonst per Brief. 2007 war das, stimmts? Als Zoodirektoren tragen die Verantwortung für die Tiere, die lage. Deshalb sind Zoos so wichtig. Der Artenschutz ist das eine.
die ganze Welt über Farasi berichtete.
sie halten. Noch mal: Warum muss eine Giraffe sterben?
Aber unsere Tiere sind Botschafter für die Tiere da draussen, sie Der Zoo Basel hat damals mitgeteilt, das Flusspferdbaby
Eines unserer Ziele ist der Artenschutz. Gemeinsam mit verbün- haben eine Brückenfunktion. Ohne den Mahnfinger erheben zu Farasi sei überschüssig. Man sei auf der Suche nach einem
deten Zoos weltweit streben wir florierende, genetisch gesunde wollen: Es ist die Aufgabe der Zoos, auf den bedrohten Lebens- geeigneten Ort. «Möglicherweise», so hiess es wortwörtlich,
Zuchtpopulationen an, damit wir von den Tieren in der Wildnis raum aufmerksam zu machen. Und die Lage ist alarmierend: «müsse es verfüttert werden.»
unabhängig sind. Weltweit gibt es jeweils einen Koordinator für Würde die ganze Welt so viele Ressourcen verbrauchen wie wir Beim Medienrummel, den es damals gab, wurde uns zum ersten jede Tierart, er hat die Aufgabe, die Diversität des genetischen Schweizer, dann bräuchten wir zweieinhalb Planeten.
Mal bewusst, dass es keine lokalen Nachrichten mehr gibt. Bou- Pools zu kontrollieren. Ein Beispiel: Der Koordinator, der für die Sie haben unser widersprüchliches Verhalten angesprochen.
levardzeitungen von hier bis nach New York titelten: «Farasi muss Tiger verantwortlich ist, wünscht dringend weibliche Jungtiere, Stammen die Widersprüche aus unserem ewig schlechten
sterben». Aus dem «möglicherweise» wurde eine Gewissheit. er sehe Probleme in der Geschlechterverteilung. Dann gibt es Gewissen? Weil wir Tiere gleichzeitig lieben, verzehren
Dabei geht es Farasi heute gut, er lebt in Südafrika in einem Wild- Nachwuchs in drei Zoos, aber Würfe mit mehr Männchen als und ausrotten?
reservat. Schon meine Vorgänger erhielten wüste Beschimpfun- Weibchen. Was dann? Wohin mit ihnen, wenn kein geeigneter Es ist ja auch nicht einfach. Wir wollen – zu Recht – die Massen- gen. Immer wenn es um das Thema Populationsmanagement geht, Platz vorhanden ist? tierhaltung verbessern und gleichzeitig nicht auf den Verzehr von spielen die Emotionen verrückt. Man muss eine dicke Haut ent- Zurück in die Wildnis?
Fleisch verzichten und uns gleichzeitig für den Schutz des Indi- Wird schwierig. Das Überleben ausgesetzter Jungtiere ist nur viduums einsetzen. Da kommt man schnell ins Straucheln – was gesichert, wenn keine konkurrenzierenden Artgenossen vorhan- darf ich noch, was nicht? Was ich als Zoodirektor merke: Unsere Einen Panzer. Wir sind der Überzeugung, dass wir alles tun, da mit den sind. Ausserdem hätte die indische Landbevölkerung kaum Besucher sind alerter als früher, kritischer, sie teilen uns schnel- die Tiere ein gutes Leben haben. Aber immer wenn man sich für Freude, würde man ein paar Tiger aussetzen.
ler mit, was sie denken und fühlen. Das Wissen ist breiter, Google



sei Dank, aber die Tiefe des Wissens hat abgenommen. Niemand Warum soll es in Basel keine Affen geben? Klar, man kann sich Gepardenmutter, die just for fun ein Gnu jagt und schnell mal will sich genau mit den Fragen beschäftigen, weil sie Konsequen- im Internet Tierbilder ansehen, aber bei uns sieht man sie nicht auf hundert Stundenkilometer beschleunigt. Sie muss es tun, um zen für das eigene Handeln bedeuten könnten. Hinzu kommt nur, man riecht sie, spürt sie, sieht ihr Verhalten, ihren Charakter. ihre Kinder zu füttern. Ein Seelöwe taucht nicht in hundert Meter eine eigenartige Entfremdung von der Realität. Früher sah man Wir sensibilisieren die Besucher für die Tiere in der Wildnis. Wer Tiefe, wenn er nicht muss. Waren Sie bei unseren Kängurus? Die in der Dorfmetzgerei ganze Säue, man sah Blut, man sah Inne- spendet denn Geld für den Schutz der Tiere, die er nicht kennt Tiere sind von den Besuchern durch einen Wassergraben ge- reien, heute ist alles abgepackt; das Filet darf nicht danach aus- und ergo nicht mag? Unser Engagement vor Ort ist übrigens kein trennt, den sie leicht überspringen könnten. Doch sie tun es nicht.
sehen, dass es vor Tagen noch gelebt und als Kuh auf einer Wiese Alibi. Die weltweite Vereinigung aller grossen Zoos, WAZA, Warum? Weil sie lieber in der Gruppe bleiben, in der Nähe der gestanden hat. Zu viel Blut stört. In gewissen amerikanischen bringt pro Jahr 350 Millionen Dollar für Naturschutz auf – das Futter- und Liegeplätze, weil sie nicht wissen, was hinter dem Zoos werden Tigern keine Fleischstücke mehr gereicht, aus Angst, ist eine beträchtliche Summe. Wassergraben auf sie wartet. Sie sind unsicher, und ob Sie es die Kinder würden sich erschrecken. Man gibt den Raubtieren Im Schatten der Debatten um Pelztragen, Tierexperimente,
glauben oder nicht: Sie fühlen sich in ihrer Anlage zu Hause. stattdessen Fleisch in Wurstform, überzogen mit einer blassen Massentierhaltung schien der Zoo lange unbehelligt zu blei-
Eingesperrt? Ich mag Pauschalisierungen nicht.
Haut – mit der Folge, dass den Tigern, weil sie nicht mehr kauen ben. Die Zoos in Zürich und Basel melden jährlich sogar
Sieht man einem Tier an, wenn es leidet?
müssen, die Zähne ausfallen.
höhere Besucherzahlen. Doch langsam, so scheint es, mehrt
Damit man sagen kann, dass ein Tier leidet, muss man es sehr gut Manche Eltern geben ihren Kindern Lamm oder Reh, nen- sich das Unbehagen. Spüren Sie das?
kennen. Unsere Tierpfleger merken das am gesamten Verhalten nen es aber nicht beim Namen. Man kann Kindern nicht Man spürt, dass sich die Kritik mit Internet und sozialen Medien
des Tieres, nicht am Gesichtsausdruck allein.
zumuten – so das Argument –, ein Bambi zu essen.
schneller verbreitet als früher. Mit den Tierrechtlern habe ich Haben Blaumeisen, die bei Ihnen wild herumfliegen, nicht
Diese Verleugnung ist gravierend. Und ich als Zoodirektor muss grosse Mühe.
das bessere Leben als Ihre Eule?
aufpassen, dass ich diesem gesellschaftlichen Druck nach Beschö- Der Basler Philosophieprofessor Markus Wild fordert, dass
Diese Frage kann ich nicht beantworten, besseres Leben – was nigung und Verharmlosung nicht nachgebe. Wenn wir unseren Menschenaffen, Delfine und Papageienvögel weder grau-
heisst das schon? Vielleicht wird die Blaumeise in wenigen Stun- Raubtieren nur noch Fleisch in Wurstform geben, halten wir sie sam behandelt, eingesperrt noch getötet werden dürfen.
den von einer Katze gepackt, die in der Gegend wohnt. Aber Sie nicht artgerecht.
Diese Tiere hätten ein Ich-Bewusstsein und kognitive Fähig-
haben einen wunden Punkt erwischt: Unsere Eulenburg ist tat- Bis in die 1930er-Jahre hat man im Zoo Basel auch Menschen keiten, vergleichbar mit Kleinkindern.
sächlich nicht auf dem neusten Stand, sie stammt aus den Fünf- ausgestellt. Es gab die Negershows und die Ceylonausstel- Womit ich Mühe habe, ist diese Auswahl: Menschenaffen nein,
zigerjahren, als man dachte, Eulen leben in Burgen, also sollte lung mit den Ureinwohnern. Später gab es diese winzigen Fische ja, Papageien nein, was ist mit Flamingo, Oktopus und
man das imitieren. Sie leiden aber nicht, nur weil sie nicht flie- Käfige für Raubkatzen. In der Rückschau fallen einem Lama? Das ist doch höchst dilettantisch. Was sind das für Men-
gen können. Auch Eulen sparen Energie und fliegen nur, um sich diese Einrichtungen als krasse Fehler auf. Was sind die schen, die sich eine solche Auswahl anmassen? Philosophen?
Futter zu holen. Wir aber legen ihnen ganze Ratten oder Küken Fehler von heute?
Soziologen? Entscheiden am Ende Juristen darüber, was mit auf einen Baumstrunk.
Bis 1985, das ist noch nicht so lange her, hat man Menschenaffen Tieren geschieht, anstatt wir, die Experten für Tierhaltung? Juris- Korallenfische in Ihren kleinen Aquarien sehen immer so
abends voneinander getrennt, aus Angst, es könnte in der Nacht ten sollten sich um Strafbarkeiten kümmern.
etwas passieren. Aus heutiger Sicht ist das ein Fehler. Das sind hoch soziale Tiere, die ein Familienleben führen. In diesem Fall war es der Einfluss unseres Primatologen Jörg Hess, der Goril-las in Ruanda beobachtete und sein Wissen nach Basel brachte. Auch die Ernährung wurde umgestellt. Gorillas essen fast nur Darum geht es ja: Das Einsperren von Gorillas soll strafbar
noch Gemüse und Kräuter. Früher gab man mehr Früchte. Den Schimpansen hat man früher beigebracht, am Tisch zu essen, Ich kenne die Diskussion. Welche Argumente finden Sie denn Frühstück, mittags und abends, Hände auf dem Tisch. Es gab Suppe, die sie mit dem Löffel assen.
Menschen sind Schweine.
Ich halte eine Diskussion nur aus der Sicht der Tierethik nicht für Der Showeffekt war wichtig, die Zeitungen haben darüber berich- sinnvoll, denn der tierethische Blick ist letztlich auch wieder der tet, jeder wollte sehen, wie sauber Schimpansen essen. Was ich Blick des Menschen. Der Mensch interpretiert menschliche Be- aber sagen will: Man tat alles aus dem Wissen der Zeit heraus. Es «Tiere leben auch in der Natur mit dürfnisse in die Tiere hinein. Wir beim Zoo hingegen sehen uns ist einfach, heute alles zu kritisieren. Es braucht wissenschaftli- dem Naturschutz mit seinen übergeordneten umweltethischen Zwängen. Jedes Tier hat ein Territorium. che Erkenntnisse, Studien, Erfahrung, um Dinge zu verändern.
Fragen verpflichtet, aus denen sich eine Verantwortung von uns Darum herum gibt es andere Tiere mit Was wird man in vierzig Jahren über den Zoo von heute
Menschen für die gesamte Umwelt ableitet. Apropos – unsere sagen? Es kann ja nicht sein, dass heute alles perfekt ist.
territorialen Ansprüchen. Nur der Mensch Tiere werden auch nicht eingesperrt.
Wenn ich wüsste, was man besser machen könnte, würde ich es hat das Gefühl, wenn er in der Savanne tun. Man wird sich in vierzig Jahren vermutlich wundern, warum In der Natur sind nicht alle Tiere frei, und im Zoo sind sie nicht die Antilopen, Giraffen und Löwen sieht, wir den Lebensräumen einzelner Tiere nicht mehr Sorge getra- gefangen. Das ist Schwarz-Weiss-Denken, falsch und naiv. Tiere gen haben. Bald lebt kein Somali-Wildesel mehr in der Natur, weil dass die alle frei herumspazieren.» leben in der Natur in einem natürlichen System aus Zwängen. der Lebensraum fehlt. Kein Orang-Utan. Keine Asiatischen Nas- Jedes Tier hat ein definiertes Territorium. Um das Territorium herum gibt es andere Tiere mit territorialen Ansprüchen. Nur der Warum kauft der Zoo Basel nicht, statt Geld in neue Gehege
Mensch hat das Gefühl, wenn er in der Savanne die Antilopen, zu pumpen, ein Stück Land für die Tiere vor Ort?
Giraffen und Löwen sieht, dass die alle frei herumspazieren.
Aber das tun wir doch. Wir unterstützen Naturschutzorganisatio- Aber das Territorium in der Natur ist weitaus grösser als das
nen und Nationalparks. Gehege bei Ihnen.
Das klingt nach Alibi. Was ich meine, ist: Sie verzichten auf
Das stimmt. Wir haben ein künstliches System aus Zwängen. ein Schimpansenhaus, weil Affen in Basel nichts zu suchen
Unsere Tiere müssen nicht auf die Jagd gehen, müssen nicht kilo- haben, und bauen stattdessen auf Sumatra einen Wildpark.
meterweit laufen, um eine Wasserquelle zu suchen. Und das ist Wäre das nicht zeitgemäss?
der Punkt: Kein Tier verliert Energie zum Spass. Es gibt keine


Aber nur, weil Sie nicht genug über diese Fische wissen. Koral- Es wird nie eine Roger-Federer-Tigeranlage geben?
Was ist mit Orca-Shows, wo Wale durch Ringe springen?
lenfische bewohnen einen Abschnitt eines Riffs, von dem sie sich Nein. Auch beim geplanten Ozeanium sollen nicht Show und Wenn das Tier nicht lächerlich gemacht wird, gibt es nichts aus- kaum einmal fortbewegen. In unseren Aquarien gibt es Verste- Kommerz im Vordergrund stehen.
zusetzen. Ich weiss, dass sich momentan viele Tierschutzorga- cke, es gibt Auseinandersetzungen, Paarungen – das ganze Die Stiftung des Tierschützers Franz Weber kritisiert Ihr
nisationen auf Orca-Shows einschiessen. Aber was gibt es daran Fischleben, von A bis Z. Das heisst nicht, dass man manche Ozeanium und schlägt vor, stattdessen eine virtuelle Wasser-
auszusetzen? Für den Orca ist der Ring nicht lächerlich.
Tiere im Zoo Basel nicht extra beschäftigen muss. Unsere Raub- welt zu schaffen, da kämen keine Fische ums Leben.
Der Orca ist ein Wildtier. In solchen Shows muss er auf
katzen werden von den Tierpflegern immer wieder mal heraus- Das ist nicht das, was wir uns vorstellen. Die Franz-Weber-Stif- Befehl Geburtstagskindern mit der Flosse zuwinken oder
gefordert. Wir reichen ihnen das Essen nicht auf dem Servier- tung hat auch behauptet, dass sich Meerwasserfische in Aquarien sie mit seiner Schnauze berühren. Alle reden dann von
tablett, sie müssen es sich suchen, sie werden kognitiv animiert. nicht vermehren, was einfach nicht stimmt.
Kuss. Ein Wal küsst ein Kind?
Gibt es depressive Löwen?
Wie stellt man Meerwasser her?
Ich war einmal im Sea World in Orlando in Zusammenhang mit Ich habe Trauer bei Menschenaffen und Elefanten erlebt, wenn Mit einer Salzmischung, die man dem Leitungswasser beigibt.
einem Kongress. Was ich da gesehen habe, war in Ordnung. Man sie Abschied nehmen von einem Mitglied ihrer Gruppe. Bei Der Zoo in Basel liegt mitten in der Stadt. Schon mal vorge-
hat auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam gemacht und Löwen nie. Attribute wie Trauer, Glück, Langeweile sind gefähr- kommen, dass betrunkene Jugendliche über die Gitter stie-
gezeigt, was das Tier alles kann. Der Sea-World-Orca ist ein trai- lich. Sie sind zu menschlich und zu unbestimmt.
gen und die Nachtruhe der Nashörner störten?
niertes Zootier, was nicht bedeutet, dass er leidet. Er wird be- Es gibt das Gerücht, den grossen Säugetieren in Zoos werde Wir haben schon Jugendliche erwischt, die auf die Getränkeauto-
schäftigt und artgerecht gehalten. Ich verstehe allerdings nicht, eine hohe Dosis Sedativa verabreicht. Stimmt das: Tiere maten einschlugen. Ihre Eltern haben sich dann mit Spenden
warum die Tierpfleger auf dem Wal liegen oder sich von ihm zie- auf Prozac?
beim Zoo entschuldigt.
hen lassen müssen, das braucht es wirklich nicht. Und die Sache Ich war acht Jahre Zootierarzt, ich wüsste, wenns so wäre. Es kann Ihr Vorgänger Ernst Lang lief früher mit einem Gorilla durch
mit dem Kuss? Würde ich abschaffen.
sein, dass einem Tier bei einem Transport sedierende Medika- den Basler Wald. Wie eng ist Ihre Bindung an die Tiere?
Im Conny-Land im Kanton Thurgau starben letztes Jahr
mente verabreicht werden, damit es weniger Angst hat. Einem Heute tut man das nicht mehr, weil es für einen Gorilla, der mit drei Delfine. Können Sie die Kritik an solchen Institutio-
Orang-Utan, der aus einem anderen Zoo kam, wurde anfangs Menschen aufwächst, schwierig ist, sich als Gorilla zu fühlen. nen nicht verstehen?
Johanniskraut, ein Stimmungsaufheller auf Pflanzenbasis, gege- Ich werde oft gefragt, ob ich im Zoo Lieblingstiere habe. Aber wie Nein, das kann ich nicht verstehen. Man kann Delfine sehr wohl ben, damit ihm die Eingliederung bei uns leichter fällt – es half. seltsam wäre das, wenn ich als Direktor sagen würde: Ich mag halten. Goril as, Eisbären – man kann jedes Tier halten, wenn man Das meine ich nicht. Es gibt Berichte, wonach Raubkatzen die Elefanten besonders und habs mit den Spinnen nicht so. Ich
gewisse Anforderungen erfüllt. Der eigentliche Skandal geschah Antidepressiva schlucken, weil sie sonst nur in der Ecke hätte sofort unzählige Briefe zu Recht betupfter Spinnenliebha-
nach dem Tod der Delfine. Seit Jahren haben wir in der Schweiz ber. Also: Nein, ich habe im Zoo keine Lieblingstiere.
sehr gute, strenge Haltungsbestimmungen für Tiere, die in der eid- Absolut scharf sehen? genössischen Tierschutzgesetzgebung geregelt sind. Doch an jenem Warum wird in Zoos dauernd gebaut? In Zürich das neue Einen Hund.
Morgen im Parlament passierte Unglaubliches: Ohne sich über Elefantengehege. Auch bei Ihnen stehen Kräne. Ist das Hatten Sie als Kind eine Dinophase?
die Konsequenzen bewusst zu sein, beschlossen die Politiker, eine Reaktion auf wachsende Kritik?
Und ob ich die hatte.
Delfinimporte zu verbieten. Mit gesundem Menschenverstand Sven Brülisauer verbindet begeistert seine Vorliebe für Früher hat man den Besuchern die Tiere präsentiert, die Gehege Wenn Sie auf Reisen gehen, besuchen Sie andere Zoos?
hatte das nichts zu tun. Natürlich ist es tragisch, dass die Tiere waren sauber, dafür kahl, und jeder Gast konnte abhaken: Tiger, Sicher.
innerhalb kurzer Zeit starben, aber an mangelhafter Tierhaltung Technologie mit guter Beratung. In seinem Job hat er Panther, Elefant – alles gesehen. Heute steht das Verhalten der Ist es nicht das Ziel jedes Zoodirektors, irgendwann einen
lag es nicht. Der angeklagte Tierarzt des Conny-Lands wurde diese Leidenschaft vertieft um seinen Kunden noch bes- Tiere im Vordergrund. Man bietet ihnen Rückzugsmöglichkei- Nationalpark in Afrika zu leiten? Weil dort die Tiere ein
übrigens freigesprochen, aber das will jetzt niemand mehr hören. ten, Geäst, kleine Höhlen.
richtiges, reales Leben führen?
Warum also das Importverbot? sere Sehlösungen anbieten zu können. So wurde der Bis man sie nicht mehr sieht.
Nein. Das Leben der Löwen in Basel ist nicht weniger real oder Die Delfin-Lobby hat zugeschlagen?
Kann sein, dass sich die Löwen an einem regnerischen Tag eher weniger «richtig», es ist ein anderes Leben. Unsere Löwen sind Und wenn bei mir im Zoo drei Gorillas sterben? Dürfte ich dann diplomierte Augenoptiker zum Spezialist für den DNEye® im Hintergrund aufhalten. Wer will es ihnen verübeln? Wir neh- Zoolöwen. Die sind adaptiert an das Leben im Zoo.
keine Gorillas mehr halten? Könnte nämlich durchaus passie- Scanner. «Damit lassen sich die ersten High-Performan- men in Kauf, dass der Besucher ein Tier viel eicht mal nicht sieht. Worauf achtet ein Zoodirektor, wenn er durch einen ande-
ren – unsere Gorillas sind im hohen Alter. Ich habe fünf Jahre Ein bisschen neidisch auf das neue Elefantengehege im ren Zoo spaziert?
in der Tierpathologie gearbeitet. Wir haben alle Tiere, die bei uns ce-Brillengläser für absolut scharfes Sehen realisieren.» Zoo Zürich?
Zuerst achte ich vielleicht weniger auf die Tierarten als vielmehr eintrafen, autopsiert und geprüft, woran sie gestorben sind: Wie Der Park gefällt mir sehr gut. Ich bin nicht neidisch, ich freue mich darauf, wie der Zoo die Probleme der Tierhaltung löst. Wie ver- oft konnten wir den wahren Grund nicht finden! Man weiss nicht Vom Sehen bis zum Aussehen – bei Kochoptik werden für die Tiere und die Besucher.
laufen die Abschrankungen? Wie ist das Besuchererlebnis? Erst alles, auch nicht im 21. Jahrhundert.
Sie immer von Spezialisten bedient. Sven Brülisauer ist Zürich ist kein Konkurrent?
dann richte ich meinen Blick auf die Tiere. In Basel mag ich die Was passiert mit Zootieren aus Krisengebieten? Es gibt
Nein. Wenn die etwas Gutes machen, wie die Masoala-Halle, Randzeiten, wenn unser Zoo erwacht frühmorgens – oder in der einen Zoo in Gaza, es gab auch einen in Damaskus. Man
einer von ihnen. Wenn Sie also Ihr Sehpotenzial voll aus- schlägt sich das auch auf uns nieder, dann ist der Zoo im Ge- Dämmerung. Da sind die Begegnungen mit den Tieren anders, sah Bilder, wie die Menschen Zebras assen. Werden Tiere
spräch. Unsere Konkurrenten sind die Shoppingmalls mit den da dreht sich plötzlich ein Zebra nach mir um und denkt sich aus Krisengebieten in anderen Zoos aufgenommen?
schöpfen möchten und eine ausgezeichnete Beratung womöglich: «Was macht denn dieser Zweibeiner noch hier?» Ich glaube, es wäre seltsam, wenn wir uns in Krisengebieten um wünschen, dann sind Sie bei uns genau richtig.
Der Zürcher Zoo ist der buntere: Da gibt es überall Spiel- Es gibt in der Schweiz rund achtzig zooartige Anlagen. Von
Tiere kümmern würden, wenn es schon an Hilfe für Menschen plätze, Cola-Automaten und Gummibärchen. Auf infanti- den grossen wie Ihrem Zoo über die Fasanerie in Zug bis
len Schautafeln erklärt der Komiker Beat Schlatter, wie zur Giftschlangenausstellung in Egg. Braucht es die alle?
Mensch vor Tier?
viel Tiere wiegen. Der Zoo als Erlebnispark mit Lebewesen? Das ist für mich nicht die Frage. Die Frage ist: Wie werden sie
In Kriegen – ja.
Alle sechs wissenschaftlich geführten Zoos der Schweiz haben be trieben? Wenn die Haltung stimmt, dann ist alles in Ordnung,
dasselbe Ziel: Wir wollen Begegnungen zwischen Mensch und und die Zahlen zeigen, dass Stadtmenschen auch im Jahr 2014
Tier im urbanen Milieu ermöglichen. Den Weg dahin gestaltet gern Tieren begegnen.
jeder anders. Der Basler Zoo war immer schon sehr zurückhal- Der schlechteste Zoo, den Sie je sahen?
tend, die Gebäude werden nicht von Stararchitekten gebaut, son- Ich war mal in China und habe Dinge gesehen, die mir nicht gefie-
dern müssen zweckdienlich sein. Das Tier steht im Mittelpunkt. len. Eine rote Linie wird für mich überschritten, wenn Wildtiere
SACHA BATTHYANY ist Redaktor des «Magazins».
Wer bei uns anruft und fragt: «Was habt ihr sonst so für Attrak- lächerlich gemacht werden. Ich sah Schimpansen, denen man sacha.batthyany@dasmagazin.chDer Fotograf LINUS BILL lebt in Biel.
tionen?», hört: «Nebst den Tieren – keine.» Zigaretten weiterreichte – solche Sachen.
Gratisnummer 0800 33 33 10

Source: https://www.dasmagazin.ch/wp-content/uploads/2014/09/ma1437_010_gte_Zoo.pdf

Reglamento que rige a

REGLAMENTO QUE RIGE A LOS COMITÉS TÉCNICOS DE LA ASTM Publicado en abril del 2012 REGLAMENTO QUE RIGE A LOS COMITÉS TÉCNICOS DE LA ASTM Standards Worldwide Alcance de la Asociación La asociación se formó para el desarrollo de normas sobre las características y rendimiento de materiales, productos, sistemas y servicios, y para el fomento de los conocimientos afines. En terminología de la ASTM International, las normas incluyen métodos de ensayo, definiciones, prácticas, clasificaciones y especificaciones. Advertencia La ASTM International ha autorizado la distribución de esta traducción del Reglamento que rige a los Comités Técnicos de la ASTM, pero reconoce que la traducción ha sido sometida a un proceso de revisión limitado. La ASTM no afirma ni garantiza que la traducción sea técnica ni lingüísticamente fiel. Solamente la edición en inglés publicada y con derechos de autor de ASTM deberá considerarse como la versión oficial. Queda estrictamente prohibida en virtud de las leyes de derecho de autor estadounidenses e internacionales la reproducción de esta traducción sin el consentimiento escrito de la ASTM. La versión inglesa íntegra de Regulations

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2eme tour 2012 Voici le questionnaire du deuxième tour des Olympiades Suisses de Biologie OSB 2012. La réussitede cet examen sert de qualification à la semaine OSB et constitue ainsi un pas de plus vers une participationaux Olympiades Internationales de Biologie IBO 2012 qui auront lieu à Singapour. La participation estréservée aux élèves des gymnases suisses nés après le 1er juillet 1992 qui ont été qualifiés au premiertour. D'ici mi-février, nous contacterons les quelques 20 meilleurs candidats pour les inviter à la semaineOSB qui se déroulera du 10 au 15 avril 2012 à l'Université de Berne.